Ukrainische Geheimdienste haben erneut die russische Flotte getroffen – diesmal direkt im Hafen von Noworossijsk, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf den SBU. Unterwasserdrohnen des SBU zerstörten erstmals weltweit ein Kampfu-Boot dieser Klasse und entzogen Russland damit faktisch einen weiteren Träger von „Kalibr“-Raketen.
Ein Schlag im Hafen, wo sich der Gegner relativ sicher fühlte
Der Sicherheitsdienst der Ukraine führte eine komplexe maritime Operation direkt im Hafenbecken von Noworossijsk durch. Unterwasserdrohnen vom Typ Sub Sea Baby griffen ein U-Boot des Projekts 636.3 „Warschawjanka“ an, das bei der NATO als Kilo-Klasse bekannt ist. Für die russische Flotte war dies ein unerwarteter Schlag an einem Ort, der als rückwärtig und geschützt galt. Die erlittenen Schäden waren so schwerwiegend, dass das U-Boot faktisch seine Einsatzfähigkeit verlor.
Dies ist der erste bestätigte Fall in der weltweiten Praxis, bei dem unbemannte Unterwasserfahrzeuge ein U-Boot dieses Niveaus zerstörten. Der Angriff zeigt, dass selbst gut gesicherte Stützpunkte keine Garantie für Sicherheit mehr bieten. Ukrainische maritime Technologien wirken zunehmend dort, wo zuvor die russische Flotte dominierte.
Das U-Boot mit „Kalibr“-Raketen ist außer Gefecht

An Bord des getroffenen Bootes befanden sich vier Startvorrichtungen für „Kalibr“-Marschflugkörper. Von solchen Trägern aus führt Russland regelmäßig Angriffe auf ukrainische Städte, Energieanlagen und zivile Infrastruktur durch. Der Verlust dieses U-Bootes verringert die Fähigkeit des Gegners, verdeckt vom Meer aus zu agieren. Für die Ukraine bedeutet dies ein Instrument des Raketen-Terrors weniger.
Neben dem unmittelbaren militärischen Effekt hat der Angriff auch eine psychologische Dimension. Die russische Flotte ist gezwungen, Risiken selbst in Häfen zu berücksichtigen, in denen zuvor Schiffe und U-Boote nach dem Rückzug aus der Krim konzentriert wurden. Dies erschwert die Planung neuer Operationen und zwingt zu zusätzlichen Ausgaben für den Schutz.
Gemeinsame Arbeit des SBU und der ukrainischen Marine

Die Operation wurde von Spezialisten der 13. Hauptverwaltung der militärischen Spionageabwehr des SBU gemeinsam mit den Seestreitkräften der Ukraine umgesetzt. Diese Koordination ermöglichte es, den Aufenthaltsort des U-Bootes präzise zu bestimmen und den Zeitpunkt für den Schlag zu wählen. In der Operation wurden Aufklärungsdaten, Erfahrungen aus früheren Seeangriffen und moderne unbemannte Lösungen kombiniert. Genau diese Synergie führte zum Ergebnis.
Die letzten Monate zeigen, dass die Ukraine ihre Fähigkeiten auf See systematisch ausbaut. Es geht nicht um einzelne Aktionen, sondern um eine konsequente Strategie des Drucks auf die russische Flotte. Noworossijsk wurde zu einer weiteren Bestätigung dieses Ansatzes.
Ein teures und schwer ersetzbares Ziel
U-Boote der „Warschawjanka“-Klasse gelten als eine der Schlüsseleinheiten der russischen Flotte. Der geschätzte Wert eines solchen Bootes liegt bei rund 400 Millionen US-Dollar. Unter den Bedingungen von Sanktionen und einem Mangel an importierten Komponenten kann der Bau eines neuen Bootes bereits bis zu 500 Millionen US-Dollar kosten. Russland ist nicht in der Lage, einen solchen Verlust schnell zu ersetzen.
Diese U-Boot-Klasse wird wegen ihrer geringen Geräuschentwicklung und der Fähigkeit, für Sonare schwer wahrnehmbar zu bleiben, oft als „Schwarzes Loch“ bezeichnet. Gerade deshalb werden sie aktiv für verdeckte Raketenstarts eingesetzt. Die Zerstörung eines solchen Ziels unterstreicht, dass selbst technologisch komplexe Plattformen nicht mehr unerreichbar sind.
Warum sich das Boot in Noworossijsk befand – sehen Sie im Video
Das gesprengte U-Boot befand sich nicht zufällig im Hafen von Noworossijsk. Zuvor hatte eine Serie erfolgreicher Angriffe von unbemannten Überwasserdrohnen Sea Baby russische Schiffe und U-Boote gezwungen, die Bucht von Sewastopol auf der vorübergehend besetzten Krim zu verlassen. Die Flotte musste auf weiter entfernte Stützpunkte ausweichen, die als sicherer galten. Die Ereignisse in Noworossijsk zerstörten auch diese Vorstellung.
Die Ukraine erweitert konsequent die Reichweite für Angriffe auf russische Seestreitkräfte. Selbst der tiefe rückwärtige Raum garantiert keine Ruhe mehr. Für Russland ist dies ein Signal, dass die Kontrolle über das Schwarze Meer endgültig nicht mehr einseitig ist.
Mehr zur politischen Position Kiews im Krieg erläutert Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem separaten Beitrag.

