Was jahrelang harmlos wirkte, endete für einen Mann aus Großbritannien mit einer schweren Diagnose, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Der regelmäßige Konsum von Energydrinks spielte offenbar eine Rolle bei seinem Schlaganfall – mit Folgen, die bis heute bleiben.
Wie alles begann: Symptome, die man nicht übersehen kann
Der 54-jährige Mann führte lange Zeit ein aktives Leben und hatte keine auffälligen gesundheitlichen Beschwerden. Dann traten plötzlich Schwäche auf der linken Körperseite, Taubheitsgefühle und Probleme mit dem Gleichgewicht auf. Sein Zustand verschlechterte sich rasch, sodass er umgehend ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort bestätigten die Ärzte die Diagnose Schlaganfall, die sowohl den Patienten als auch das medizinische Team überraschte.
Ein gesunder Lebensstil, der nicht schützte
Auf den ersten Blick sprach wenig für ein hohes Risiko. Der Mann ging regelmäßig laufen, rauchte nicht und trank keinen Alkohol, Faktoren, die normalerweise das Herz-Kreislauf-Risiko senken. Umso auffälliger war der extrem hohe Blutdruck bei der Aufnahme in der Klinik. Selbst mehrere Versuche, ihn medikamentös zu senken, zeigten zunächst kaum Wirkung.
Acht Dosen täglich: das entscheidende Detail

Erst ein ausführliches Gespräch brachte Klarheit. Der Patient erzählte, dass er über Jahre hinweg täglich rund acht Dosen Energydrinks getrunken hatte. Da eine Dose etwa 160 Milligramm Koffein enthält, lag seine tägliche Aufnahme weit über der empfohlenen Höchstgrenze von 400 Milligramm. Die Ärzte gehen davon aus, dass diese dauerhafte Überdosierung maßgeblich zum Bluthochdruck und in der Folge zum Schlaganfall beigetragen haben könnte.
Was wirklich in Energydrinks steckt
Das Risiko liegt nicht allein im Koffein. Energydrinks enthalten häufig große Mengen Zucker sowie stimulierende Stoffe wie Taurin, Guarana oder Ginseng. In Kombination können diese Inhaltsstoffe das Herz belasten, den Blutdruck erhöhen, das Nervensystem überreizen und den Schlaf erheblich stören. Besonders gefährlich ist das für Menschen mit unentdeckten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bereits erhöhtem Blutdruck.
Ärzte erleben solche Fälle immer wieder
Im Gespräch mit CNN machte Dr. Sunil Munshi von der Universität Nottingham deutlich, dass sich die Zusammensetzung von Energydrinks zunehmend verändert. Die Produkte würden stärker und potenziell gefährlicher, sagte er. Aus seiner Praxis kennt er weitere Fälle mit schweren Folgen, darunter Herzrhythmusstörungen, Hirnblutungen und Schlaganfälle durch Blutgerinnsel. Der aktuelle Fall reiht sich aus seiner Sicht in eine beunruhigende Entwicklung ein.
Leben nach dem Schlaganfall
Auch nach der Behandlung ist der Alltag für den Mann nicht wieder wie früher. Er leidet weiterhin unter Taubheitsgefühlen im linken Arm und im linken Bein, was viele alltägliche Tätigkeiten erschwert. Sein Fall zeigt eindrücklich, dass der regelmäßige Konsum von Energydrinks ernsthafte und langfristige gesundheitliche Folgen haben kann – selbst bei Menschen, die sich zuvor für gesund hielten.
Ähnliche Risiken für die Gesundheit zeigen auch aktuelle Forschungsergebnisse aus den USA zum Zusammenhang zwischen Schlafmangel und verkürzter Lebenserwartung.

