Die NASA hat den Kontakt zur Mars-Sonde MAVEN verloren, die seit mehr als zehn Jahren den Roten Planeten umkreist, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf stern.de. Erste technische Daten liefern Hinweise darauf, was passiert sein könnte, doch eine eindeutige Ursache gibt es bislang nicht.
Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, brach die Verbindung zur Sonde Anfang des Monats ab. Bis zu diesem Zeitpunkt zeigten die Telemetriedaten keine Anzeichen für kritische Störungen an Bord. Alle Subsysteme arbeiteten stabil, bevor MAVEN während eines regulären Umlaufs hinter dem Mars verschwand. Erst als das Raumfahrzeug wieder Sichtkontakt zur Erde hätte haben müssen, blieb das erwartete Signal im Netzwerk des Deep Space Network der NASA aus.
Analyse läuft, mögliche Szenarien werden geprüft
In einer weiteren Erklärung vom Montag gab die NASA Einblick in den aktuellen Stand der Untersuchungen. Seit dem 4. Dezember gehen keine vollständigen Telemetriedaten mehr von der Sonde ein, was die Fehlersuche deutlich erschwert. Dennoch konnten Ingenieure einen kleinen Teil von Tracking-Daten vom 6. Dezember rekonstruieren, der nun als Grundlage für erste Annahmen dient. Die Auswertung dieser Informationen läuft auf Hochtouren, um den zeitlichen Ablauf möglichst genau zu rekonstruieren.

Die bisher analysierten Signale deuten darauf hin, dass MAVEN beim Wiederauftauchen hinter dem Mars unerwartet ins Taumeln geraten sein könnte. Zudem lässt die gemessene Frequenz vermuten, dass sich die Umlaufbahn der Sonde verändert hat. Nach Angaben der NASA kommen sowohl äußere Einflüsse als auch ein technisches Problem an Bord als Ursache infrage. Parallel zur Datenanalyse setzen die Teams ihre Versuche fort, den Kontakt zu MAVEN wiederherzustellen.
Eine Mission mit langer Geschichte
Die NASA-Sonde MAVEN befindet sich seit 2014 im Orbit des Mars und zählt zu den zentralen Missionen zur Erforschung der Marsatmosphäre. Gestartet wurde das Raumfahrzeug im November 2013, den Eintritt in die Umlaufbahn des Planeten erreichte es im September 2014. Über Jahre hinweg sammelte MAVEN nicht nur wertvolle wissenschaftliche Daten, sondern fungierte auch als wichtiger Kommunikationsknoten zwischen der Erde und den Mars-Rovern Perseverance und Curiosity. Ein Großteil der Datenübertragung von der Marsoberfläche lief über solche Orbiter.
Nach Angaben der NASA hat der Ausfall von MAVEN bislang keine gravierenden Folgen für die laufenden Marsmissionen. In den kommenden zwei Wochen sind zusätzliche Überflüge anderer Orbiter geplant, um die Kommunikationslücken auszugleichen. Die Teams von Perseverance und Curiosity haben ihre täglichen Abläufe bereits angepasst, um ihre wissenschaftliche Arbeit ohne Unterbrechung fortzusetzen. Gleichzeitig bleibt die Wiederherstellung der Verbindung zu MAVEN eine der höchsten Prioritäten, um zu klären, ob die Sonde ihren Dienst am Mars fortsetzen kann.
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