Ein Beschuldigter im Fall der Veruntreuung von fast 100 Millionen Hrywnja während des Baus eines Lager für abgebrannte Brennelemente wurde aus Deutschland nach Ukraine ausgeliefert, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf facebook.com. Die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) berichtete darüber auf Telegram.
Demnach organisierte der ehemalige Leiter eines privaten Unternehmens im Dezember 2020 eine Betrugsmasche gegen die staatliche Energoatom. Zwischen der Filiale „Atomprojektengineering“ von Energoatom und der ausgewählten privaten Firma, ohne öffentliche Ausschreibung, wurde ein Vertrag über den Abschluss des Baus des zentralen Lagerhauses abgeschlossen.
Zur Veruntreuung der Mittel wurde der Vertragspreis auf 1,497 Mrd. Hrywnja fast verdreifacht, ursprünglich lag er bei 421 Mio. Hrywnja. In den Vertrag wurden Lieferungen von Strahlungskontrollsystemen aufgenommen, die das Unternehmen zum Marktpreis beschaffte und deutlich teurer an Energoatom verkaufte. Dadurch entstanden Mehrkosten von fast 100 Mio. Hrywnja.
Die Ermittlungen zeigten, dass auch Führungskräfte der Energoatom-Filiale, der Leiter der Kosten- und Vertragsabteilung sowie Mitarbeiter der Rechtsabteilung des privaten Unternehmens beteiligt waren. Die Anklageschrift wurde im Juli 2024 an das WAKS weitergeleitet, der Prozess läuft derzeit.
Der Firmenleiter war seit November 2023 international zur Fahndung ausgeschrieben und wurde im April 2025 in Deutschland festgenommen. Bleiben Sie informiert über diesen Fall und weitere wichtige Anti-Korruptions-Ermittlungen in der Ukraine.
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