Fruchtsäfte werden oft als gesunde Alternative zu süßen Getränken betrachtet, doch nicht alle sind gleichermaßen nützlich, berichtet die Website osteopathisch-leben.de unter Bezugnahme auf dailymail.co.uk. Der britische Ernährungsberater Rob Hobson warnt: Übermäßiger Saftkonsum kann dem Körper schaden, obwohl einige Sorten tatsächlich vorteilhaft sind.
Hobson erklärt, dass der Public Health Service England empfiehlt, den Fruchtsaftkonsum auf 150 ml pro Tag zu begrenzen. Überschreitungen dieses Werts erhöhen das Risiko für Karies, Gewichtszunahme, Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes. Der Ernährungsberater analysierte beliebte Säfte und erklärte, welche man trinken sollte und welche besser reduziert werden.
Granatapfelsaft: Favorit der Experten

Granatapfelsaft enthält Polyphenole, die oxidativen Stress reduzieren und die Gefäßgesundheit verbessern, sowie Ellagitannine, die helfen, Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten zu kontrollieren.
Laut Hobson zeigen Studien, dass der Konsum von Granatapfelsaft zusammen mit Brot den Glukosespiegel senkt – ein Effekt, der durch Nahrungsergänzungsmittel nicht erreicht wird.
Orangensaft: Quelle von Vitamin C

Ein Glas Orangensaft liefert mehr als die Hälfte der täglichen Vitamin-C-Zufuhr und enthält zudem Kalium und Folsäure. Mäßiger Konsum von Orangensaft unterstützt das Immunsystem und reduziert Entzündungsprozesse im Körper.
Grapefruitsaft: Nutzen und Vorsicht

Grapefruitsaft ist reich an Kalium und dem Antioxidans Naringenin. Der Experte warnt jedoch: Grapefruit kann mit bestimmten Medikamenten interagieren, insbesondere Statinen, Blutdruckmitteln und Antidepressiva, indem sie das Enzym CYP3A4 blockiert und den Medikamentenspiegel im Blut erhöht.
Cranberrysaft: Unterstützung des Harnsystems

Cranberrysaft enthält Proanthocyanidine (PAC), die das Anhaften von Bakterien an der Blasenwand verhindern und das Risiko wiederkehrender Harnwegsinfektionen verringern.
Ananassaft: Für Verdauung und Entzündungen

Ananassaft enthält Vitamin C, Mangan und Bromelain – ein Enzym, das die Verdauung unterstützt und Entzündungen reduziert. Er ist nützlich für Menschen mit Arthritis oder hohem Blutdruck, jedoch sollte die Portion wegen des hohen natürlichen Zuckergehalts nicht überschritten werden.
Apfel- und Traubensäfte: Nutzen fraglich

Laut Hobson sind Apfel- und Traubensäfte reich an Zucker, enthalten jedoch wenige Vitamine und Antioxidantien. Obwohl Äpfel gut fürs Herz und für gesundes Altern sind, bleiben diese Vorteile im Saft nicht erhalten.
Einige Studien zeigen, dass Apfelsaft Symptome von Angstzuständen bei Alzheimer-Patienten lindern kann, die Daten stammen jedoch bisher nur aus Tierversuchen.
Warum zu viel Saft schädlich ist
Beim Saftpressen geht die Ballaststoffe der Früchte verloren, wodurch der Körper den Zucker schneller aufnimmt und der Blutzuckerspiegel steigt. Man erhält Vitamine, verliert jedoch die Ballaststoffe, die die Darmgesundheit und Appetitkontrolle unterstützen.
Regelmäßiges Überschreiten der empfohlenen Saftmenge kann zu Gewichtszunahme führen, da die meisten Menschen deutlich mehr als 150 ml pro Tag konsumieren, oft ohne es zu bemerken.
Denken Sie daran, dass kohlensäurehaltiges Wasser, Energydrinks, Alkohol und manche Säfte überraschende Auswirkungen auf Haare und allgemeine Gesundheit haben können.

