Morgen, am 25. Oktober, begehen die Orthodoxen den Demetrius-Gedenksamstag — einen traditionellen Tag des Gedenkens an die Verstorbenen. Er fällt immer auf den Samstag vor dem Fest des Heiligen Demetrius von Thessaloniki (26. Oktober nach dem neuen julianischen Kalender). Dies ist einer der vielen „Gedenktage“ in der Orthodoxie, an denen Gläubige für die Seelen ihrer verstorbenen Angehörigen beten, berichtet osteopathisch-leben.de.
An diesem Tag werden in den Kirchen besondere Gottesdienste abgehalten — Panachiden und Gebete für die Ruhe der Seelen. Während der Liturgien wird aller verstorbenen Verwandten und derjenigen, die diese Welt verlassen haben, gedacht. Die Menschen gehen auf die Friedhöfe, reinigen Gräber, stellen Kerzen auf und legen Blumen auf die Gräber ihrer Angehörigen.
Traditionell hinterlässt man auf den Gräbern Speisen als Gedenkmahl — Kuchen oder Brei. Oft geschieht dies als Akt der Barmherzigkeit, indem man die Speisen an Bedürftige oder Bettler verteilt. Es wird Weizen- oder Gerstenbrei mit Honig und Nüssen zubereitet, in Gedenken an die Seelen der Verstorbenen. Das klassische Gericht dieses Tages ist Kutja, das unter Verwandten und Armen geteilt wird.
Gedenktag der heiligen Märtyrer Markian und Martyrius

Der 25. Oktober ist auch ein kirchlicher Feiertag zu Ehren der heiligen Märtyrer Markian und Martyrius. Sie lebten im 4.–5. Jahrhundert während der christlichen Verfolgungen im Römischen Reich. Obwohl ihr genaues Geburtsland unbekannt ist, gehen Historiker davon aus, dass sie aus Kleinasien stammten.
Markian und Martyrius waren eifrige Christen, möglicherweise Priester oder Mönche. Ihr Leben zeichnete sich durch Frömmigkeit und Fürsorge für die christliche Gemeinde aus. Aufgrund ihres Glaubens an Christus wurden sie auf Befehl der kaiserlichen Verfolger verhaftet. Trotz Folter blieben die Heiligen ihrem Glauben treu und starben als Märtyrer. Ihr Blut wurde zum Symbol des unerschütterlichen Glaubens und Vorbild für zukünftige Generationen von Christen.
Volkszeichen am 25. Oktober

- Ein klarer und sonniger Tag — der Winter wird wenig Schnee haben und relativ mild sein.
- Nordwind — deutet auf einen kalten Winter hin.
- Fehlen von Frost oder Schnee — der Winter wird verspätet eintreten und mild sein.
Was man am 25. Oktober nicht tun sollte
- Denjenigen Hilfe oder Almosen verweigern, die sie benötigen.
- Laut lachen, sich amüsieren oder laute Partys veranstalten.
- Abfällig oder schlecht über Verstorbene sprechen.
Was man am 25. Oktober tun kann
An diesem Tag bittet man in Gebeten die Heiligen um:
- Stärkung des Glaubens und geistliche Unterstützung.
- Heilung von Krankheiten und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen.
- Weise Ratschläge und Anleitung in Prüfungen.
Die Heiligen Markian und Martyrius gelten auch als himmlische Schutzpatrone der Juristen und Notare, weshalb Gläubige sie um Hilfe in rechtlichen Angelegenheiten bitten.
Wir erinnern an das Material zum Thema: Feiertage am 25. Oktober in der Welt: Geschichte, berühmte Persönlichkeiten

