Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Biathlon ist in diesem Winter erstmals in einem Einzelrennen ohne Podiumsplatz geblieben,berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf eurosport.de. Der Sprint in Hochfilzen brachte zwar keine Medaille, dafür aber deutlich mehr: Stabilität, Selbstvertrauen und erfüllte Olympia-Normen.
Voigt und Weidel: fehlerfrei am Schießstand und ein Schritt Richtung Olympia
Beste Deutsche war Vanessa Voigt. Sie traf alle Scheiben und belegte den siebten Platz, 37,7 Sekunden hinter der Siegerin. Für Voigt ist es das beste Saisonergebnis und zugleich die offizielle Erfüllung der Olympia-Norm.
Auch Anna Weidel kam ohne Schießfehler durch das Rennen. Platz acht mit einem Rückstand von 42,0 Sekunden brachte ihr nicht nur Weltcup-Punkte, sondern auch das Ticket für die Olympischen Spiele. Für die 29-jährige Biathletin ist es ein Zeichen für einen stabilen Saisonstart.
„Ich hatte das Gefühl, dass es ein guter Tag wird. Ich bin sehr glücklich mit meinem Ergebnis“, sagte Voigt im ARD-Interview.
Wer den Sprint in Hochfilzen gewann
Den Sieg über 7,5 Kilometer holte die Französin Lou Jeanmonnot, die fehlerfrei blieb und die beste Laufzeit zeigte. Das Podium sah wie folgt aus:
- Lou Jeanmonnot (Frankreich) – 0 Fehler
- Maren Kirkeeide (Norwegen) – 1 Fehler, +15,3 Sekunden
- Anna Magnusson (Schweden) – 0 Fehler, +16,1 Sekunden
Magnusson verteidigte damit auch das gelbe Trikot der Gesamtweltcup-Führenden.
Gute Ausgangspositionen für die Verfolgung
Die Plätze sieben und acht verschaffen Voigt und Weidel gute Startpositionen für die Verfolgung über 10 Kilometer. Das Rennen findet am Sonntag um 14:45 Uhr statt und wird live auf Eurosport und discovery+ übertragen. Unter diesen Voraussetzungen bleiben die Deutschen Kandidatinnen für vordere Platzierungen.
Für wen das Rennen nicht gut lief
Nicht alle Starts verliefen für Deutschland erfolgreich:
- Marlene Fichtner blieb zwar fehlerfrei am Schießstand, verlor jedoch viel Zeit in der Loipe und schaffte es nicht in die Top 40
- Janina Hettich-Walz und Julia Tannheimer leisteten sich jeweils vier Schießfehler
- Julia Kink beendete den Sprint mit zwei Fehlern
Franziska Preuß und Selina Grotian fehlten krankheitsbedingt. Beide werden für den nächsten Weltcup in Annecy-Le Grand-Bornand zurück im Team erwartet.
Das Comeback von Julia Simon
Besondere Aufmerksamkeit galt dem Comeback der Französin Julia Simon. Nach dem Gerichtsurteil im Zusammenhang mit Kreditkartenbetrug bestritt sie erstmals in dieser Saison ein Weltcuprennen. Simon belegte mit einem Schießfehler den 19. Platz und hatte 1:09,7 Minuten Rückstand auf die Siegerin.
„Ich bin froh, wieder hier zu sein. Es war nicht leicht, aber Biathlon ist das, was ich am meisten liebe“, sagte Simon.
Wie es in Hochfilzen weitergeht
Das Weltcup-Wochenende wird fortgesetzt mit:
Samstag:
- Verfolgung der Männer über 12,5 km (12:00 Uhr)
- Staffel der Frauen (14:15 Uhr)
Sonntag:
- Staffel der Männer (12:00 Uhr)
- Verfolgung der Frauen (14:45 Uhr)
Gerade in der Verfolgung will das deutsche Team den soliden Sprint in den Kampf um das Podium ummünzen.
Auch abseits der Loipe rückt die mentale Vorbereitung stärker in den Fokus, wie eine neue Studie aus dem Jahr 2025 zur Wirkung mentalen Trainings auf die Muskelkraft zeigt.

