Der Auftakt des Biathlon-Weltcups in Östersund begann für das deutsche Männer-Staffelteam wie ein Rückschlag, doch die Mannschaft verwandelte den schwachen Start in eine beeindruckende Aufholjagd, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf sportschau.de. Trotz mutiger Zwischenspurts und starkem Kampfgeist reichte es am Ende nicht für einen Platz auf dem Podium.
Auch ohne die zurückgetretenen Brüder Bø knüpfte Norwegen nahtlos an seine Staffelstärke an und gewann die ersten Rennen der olympischen Saison. Die Skandinavier setzten sich vor Frankreich und Gastgeber Schweden durch und bestätigten ihre Dominanz im Weltcup.
Das deutsche Quartett mit Justus Strelow, Danilo Riethmüller, Philipp Nawrath und Philipp Horn erreichte unter schwierigen Bedingungen am Schießstand den vierten Platz. Horn beschrieb die Wettkampfbedingungen später als „alles andere als einfach“, zeigte sich jedoch insgesamt zufrieden: „Wir starten in den neuen Winter genauso wie im letzten – wir waren Vierte, und wir sind wieder Vierte. Wir bleiben in Schlagdistanz und haben gezeigt, dass wir an der Spitze mitmischen können.“
Holpriger Auftakt: Strelow verliert enorm Zeit am Schießstand
Der erste Wettkampfabschnitt verlief für Deutschland unerwartet problematisch. Justus Strelow, sonst einer der sichersten Schützen im Team, leistete sich gleich zwei Fehler im Liegendanschlag. Zwar vermied er die Strafrunde, doch die größte Belastung folgte im Stehendanschlag: Für seine acht Schüsse benötigte er 1:53 Minuten – rund 25 Sekunden mehr als der zweitschlechteste Schütze aus Estland.

Mit dieser Verzögerung fiel Strelow auf den 14. Rang zurück, und beim Wechsel zu Riethmüller betrug der Rückstand bereits 1:48 Minuten. Im Interview zeigte er sich selbstkritisch: „Der Anfang war einfach katastrophal. Ich habe plötzlich nur noch um jeden einzelnen Treffer gekämpft, und wenn man so viel Zeit auf der Matte lässt, weiß man, dass ein Comeback kaum noch möglich ist.“
Riethmüller bringt die DSV-Staffel wieder ins Rennen
Danilo Riethmüller sorgte auf dem zweiten Abschnitt für einen Wendepunkt. Mit fünf Treffern im Liegen und nur einem Nachlader im Stehen arbeitete er sich energisch nach vorne und brachte das Team bis zur zweiten Übergabe auf Rang acht.
Obwohl der Abstand zur Spitze gleich blieb, zeigte Riethmüller hohe Konzentration: „Zwischendurch wusste ich gar nicht genau, wo wir lagen. Ich war völlig auf meinen Rhythmus fixiert. Während des Schießens musste ich mich erst orientieren, weil ich so im Tunnel war.“
Nawrath startet einen furiosen Angriff – Deutschland wird wieder Podiumskandidat
Die stärkste Phase der DSV-Staffel folgte auf dem dritten Abschnitt. Philipp Nawrath lieferte eine perfekte Schießleistung ab: 10 Treffer aus 10 Schüssen, keine Hektik, keine Unsicherheiten – während die Konkurrenz um ihn herum zunehmend ins Straucheln geriet.

Durch seine fehlerfreie Vorstellung sprang Deutschland überraschend auf Rang drei, und der Rückstand auf die führenden Norweger verkürzte sich um mehr als eine halbe Minute. Gleichzeitig geriet Vetle Sjåstad Christiansen unter Druck und musste nach Fehlern im Stehen eine Strafrunde absolvieren, wodurch das Spitzenfeld enger zusammenrückte.
Schlussrunde: Horn hält dagegen, aber Schweden übernimmt Bronze
Auf dem letzten Abschnitt versuchte Philipp Horn, die deutsche Medaillenchance aufrechtzuerhalten. Doch gegen den starken Schweden Sebastian Samuelsson, der auf heimischem Boden mit breiter Brust unterwegs war, fand Horn kein Mittel. Schweden zog vorbei, verteidigte den dritten Platz und machte gleichzeitig das Rennen um den Tagessieg zwischen Norwegen und Frankreich spannend.
Die deutsche Staffel belegte schließlich erneut den vierten Platz, nur wenige Sekunden von einer Sensation entfernt, aber mit viel Potenzial für die kommenden Rennen.
Nächste Rennen in Östersund – kompletter Zeitplan
Sonntag, 30. November
– 14:00 Uhr — Single-Mixed-Staffel
– 16:15 Uhr — Mixed-Staffel
Dienstag, 2. Dezember
– 15:30 Uhr — Frauen, Einzel 15 km
Mittwoch, 3. Dezember
– 15:30 Uhr — Männer, Einzel 20 km
Freitag, 5. Dezember
– 16:00 Uhr — Sprint Frauen, 7,5 km
Samstag, 6. Dezember
– 16:30 Uhr — Sprint Männer, 10 km
Sonntag, 7. Dezember
– 15:20 Uhr — Verfolgung Männer, 12,5 km
Und während die Biathlon-Staffel in Östersund für Spannung sorgte, rückt im alpinen Skiweltcup ein weiteres Thema in den Fokus, denn Marco Odermatts Gesundheitszustand vor dem Super-G in Copper Mountain bleibt ungewiss.

