Weniger als drei Monate vor dem Start der SpaceX-Mission wurde der russische Kosmonaut Oleg Artemjew kurzfristig aus der Crew entfernt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf Telegram. Die Entscheidung erfolgte als Reaktion auf den Verdacht, dass er unbefugt technische Daten von Elon Musks Unternehmen gesammelt haben könnte.
Verdächtige Aktivitäten auf dem SpaceX-Gelände
Nach Informationen von The Insider fotografierte der russische Kosmonaut systematisch Ausrüstung und interne Dokumentation von SpaceX mit seinem Mobiltelefon. Quellen zufolge begnügte er sich nicht nur mit Fotos – einen Teil des Materials soll Artemjew sogar aus dem Objekt hinausgebracht haben, was das Risiko eines Abflusses strategisch sensibler Technologien deutlich erhöhte.
Dem Unternehmen war bewusst, wie groß die potenzielle Bedrohung war, denn jegliche Daten zu Entwicklungen von SpaceX – einschließlich Systeme der Raumschiffe, Sicherheitselemente oder Navigationslösungen – haben einen hohen Wert für Wettbewerber und staatliche Strukturen. Deshalb reagierte die Unternehmensführung sofort: Artemjews Zugang zum Gelände wurde eingeschränkt und seine Teilnahme an der Mission ausgesetzt.
SpaceX versuchte den Vorfall zu vertuschen
Intern versuchte das Unternehmen, den Vorfall herunterzuspielen, um internationalen Aufruhr und politische Folgen zu vermeiden. Für SpaceX, das eng mit der NASA und US-Verteidigungsstrukturen zusammenarbeitet, hätte ein öffentlicher Skandal um Industriespionage erhebliche Reputationsrisiken geschaffen und Fragen zu den Sicherheitsvorschriften beim Zugang zu Technologien aufgeworfen.

Doch trotz aller Bemühungen, den Vorfall geheim zu halten, gelangten Informationen an Journalisten. Als die Geschichte öffentlich wurde, traf das Unternehmen die endgültige Entscheidung: Artemjew wurde aus der Crew entfernt, und sein Platz ging sofort an einen anderen russischen Kosmonauten – Andrej Fedjajew, der bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit mit amerikanischen Partnern hatte.
Politischer Kontext: Artemjew ist amtierender Abgeordneter
Der Fall erhält zusätzlichen Brisanz durch Artemjews politischen Status. Parallel zu seiner Arbeit in Raumfahrtprogrammen ist er Abgeordneter der Moskauer Stadtduma für „Einiges Russland“. Diese Position bedeutet enge Kontakte zu staatlichen russischen Strukturen, was die Besorgnis des US-Unternehmens über mögliche Motive für das Sammeln technischer Daten verstärkte.
Für SpaceX entstand damit eine Situation, in der der Zugang einer politisch verbundenen Person zu Hightech-Systemen als direkte Sicherheitsbedrohung wahrgenommen werden konnte.
Crew-Austausch und Folgen des Skandals
Die Entscheidung, Artemjew nur 2,5 Monate vor dem Start auszutauschen, ist ein außergewöhnlicher Schritt in der Vorbereitung internationaler Raumfahrtmissionen. Normalerweise investiert das Unternehmen Monate intensiver Trainings in jedes Crew-Mitglied, weshalb solche Rochaden äußerst selten vorkommen.
Trotzdem setzte SpaceX auf Risikominimierung. Die Wahl zugunsten Fedjajews ermöglichte die Fortsetzung der Missionsvorbereitung ohne Verzögerungen, und die amerikanischen Partner erhielten ein klares Signal, dass Elon Musks Unternehmen die Lage unter Kontrolle hat und auf potenzielle Bedrohungen reagiert.
Der Skandal um Artemjews Entfernung unterstreicht zudem die wachsenden geopolitischen Spannungen und führt direkt zur Frage nach Putins neuen Kriegsdrohungen gegen Europa und die Ukraine – was am 2. Dezember in Moskau wirklich geschah.

