Polnische Grenzbeamte in der Woiwodschaft Podlachien entdeckten einen Tunnel, der unter dem Zaun an der Grenze zwischen Polen und Belarus gegraben wurde, berichtet osteopathisch-leben.de. Nach ersten Angaben erstreckte sich der Tunnel mehrere Dutzend Meter unter der Erde und wurde dank moderner Überwachungssysteme entdeckt. Der Vorfall rief sofort die Reaktion der polnischen Behörden hervor, da solche Versuche, die Grenze illegal zu überqueren, in letzter Zeit zugenommen haben.
Der Leiter des polnischen Innenministeriums, Marcin Kierwiński, berichtete auf dem sozialen Netzwerk X über den Fund und veröffentlichte ein Foto des Tunnels. Laut dem Minister begann der Tunnel auf belarussischer Seite und endete etwa 20 Meter vom Zaun auf polnischem Gebiet. Er betonte, dass dank modernster elektronischer Sicherheitssysteme die polnisch-belarussische Grenze weiterhin effektiv geschützt bleibt. Solche Technologien ermöglichen es, jegliche Versuche illegaler Grenzübertritte schnell zu erkennen.

Die polnische Publikation Onet weist darauf hin, dass dies nicht der erste Fall ist. Bereits im September wurde ein ähnlicher Versuch registriert, als eine Gruppe von Migranten versuchte, einen Tunnel zu graben, um die Grenze zu umgehen. Damals warnte die Polizei rechtzeitig die Grenzpatrouillen, die vier Ausländer festnahmen und nach Belarus zurückschickten. Diese Vorfälle bestätigen, dass die Sicherheitslage an der östlichen EU-Grenze weiterhin äußerst relevant ist.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2022 errichtete Polen an der Grenze zu Belarus eine 5,5 Meter hohe Stahlbarriere. Diese Konstruktion wurde zum zentralen Element des Schutzsystems gegen illegale Migration. Neben dem physischen Zaun gibt es auch eine elektronische Barriere, die selbst Flussabschnitte der Grenze überwacht. Dank des umfassenden Überwachungssystems können Grenzbeamte schnell auf verdächtige Aktivitäten reagieren.

