In der Zentralregion der Philippinen hat sich eine groß angelegte Naturkatastrophe ereignet, berichtet osteopathisch-leben.de. Der Taifun Kalmaegi hat eine verheerende Überschwemmung verursacht, bei der mindestens 100 Menschen ums Leben kamen und mehr als zwei Dutzend noch vermisst werden. Darüber berichtet auch The Guardian.
Hunderttausende evakuiert – ganze Städte unter Wasser
Der mächtige Zyklon zog über die westliche Provinz Palawan hinweg und bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und Böen von bis zu 180 km/h in Richtung Südchinesisches Meer. Am stärksten betroffen war die Provinz Cebu, wo die Wassermassen Wohngebiete und Infrastruktur zerstörten.

Viele Bewohner retteten sich auf die Dächer ihrer Häuser und riefen von dort um Hilfe. Die Naturgewalt spülte Dutzende Autos weg und zerstörte ganze Straßen vollständig.
Der stellvertretende Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Bernardo Rafaelito Alejandro IV, bestätigte, dass über 387.000 Menschen in sichere Gebiete evakuiert wurden.
Während der Hilfeleistung für die Betroffenen ereignete sich ein weiterer tragischer Unfall – ein Hubschrauber der philippinischen Luftwaffe stürzte in einer südlichen Provinz ab und forderte das Leben von sechs Soldaten. Der Helikopter transportierte humanitäre Hilfsgüter in abgelegene Regionen, wo zerstörte Straßen den Zugang für Rettungskräfte erschwerten.
Taifun erreicht Vietnam: Ausnahmezustand ausgerufen
Bereits am 6. November erreichte Kalmaegi die vietnamesische Küste. Meteorologen verzeichneten Windböen von bis zu 149 km/h, was neue Überschwemmungen, Erdrutsche und Stromausfälle verursachte.
Laut CNN wurden 260.000 Soldaten und Rettungskräfte mobilisiert, und sechs Flughäfen stellten vorübergehend den Betrieb ein.


Vietnamesische Gemeinden stehen vor der Gefahr einer vollständigen Überflutung: Der Meeresspiegel stieg um bis zu sechs Meter, zerstörte Fischfarmen und Wohnviertel. Premierminister Phạm Minh Chính rief dazu auf, die Versorgung der Katastrophengebiete mit Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten sicherzustellen.
Neuer Sturm nähert sich
Meteorologen warnen, dass sich nach Kalmaegi ein weiterer gefährlicher tropischer Sturm – Fung-Wong – bildet, der sich am kommenden Wochenende zu einem Hurrikan der Kategorie 3–4 entwickeln könnte.
Experten befürchten neue Überschwemmungen im Norden der Insel Luzon.
Der 20. Taifun des Jahres ist der tödlichste
Kalmaegi ist bereits der zwanzigste Sturm, der die Philippinen in diesem Jahr getroffen hat. Doch er hat die größten Verluste verursacht. Die geografischen Besonderheiten der Region – bergiges Gelände und ein schwaches Entwässerungssystem – haben das Ausmaß der Katastrophe zusätzlich verschärft.
Die örtlichen Katastrophenschutzdienste weisen darauf hin, dass die Wiederaufbauarbeiten Wochen dauern könnten. Die Regierung verspricht Unterstützung für die Betroffenen und internationale Hilfe.
Auch in Deutschland sorgte kürzlich ein tragischer Fall für Aufsehen, bei dem eine Krankenschwester zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, weil sie zehn Patienten ermordet hatte.

