Ein Ausbruch des Norovirus an Bord des Kreuzfahrtschiffs AIDAdiva hat die Reederei Aida Cruises dazu veranlasst, verschärfte Gesundheitsmaßnahmen einzuleiten, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Die Infektion breitete sich während der laufenden Weltreise unter Passagieren und Crewmitgliedern aus und löste eine offizielle Meldung an die US-Gesundheitsbehörden aus.
Die Kreuzfahrtgesellschaft mit Sitz in Rostock informierte die US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) über den bestätigten Norovirus-Ausbruch auf der AIDAdiva. Insgesamt wurden 101 Erkrankungen unter 2647 Menschen registriert – 95 Passagiere und 6 Crewmitglieder. Nach Angaben der CDC entspricht dies einer Rate von 4,8 Prozent unter den 2007 Passagieren sowie 0,9 Prozent unter den 640 Besatzungsmitgliedern. Damit überschritt das Schiff die Meldegrenze von 3 Prozent, ab der Kreuzfahrtschiffe in US-Gewässern Symptome wie Erbrechen oder Durchfall unverzüglich melden müssen.

Die AIDAdiva befindet sich derzeit auf einer 133-tägigen Weltreise, die am 10. November in Hamburg begann. Mit dem Einlaufen in mehrere US-Häfen traten strengere Kontroll- und Reportingregeln in Kraft. Aufgrund der steigenden Zahl von Erkrankungen setzt die Crew einen detailliert festgelegten Reinigungs- und Desinfektionsplan um, der von den US-Behörden aus der Ferne überwacht wird. Betroffene Gäste werden medizinisch untersucht, auf Norovirus getestet und bei einem positiven Befund isoliert, um weitere Ansteckungen zu verhindern.
Das medizinische Team an Bord betreut alle Personen mit Magen-Darm-Beschwerden und dokumentiert jeden neuen Fall. Solche Ausbrüche sind in der Kreuzfahrtbranche keine Ausnahme: Allein im Jahr 2025 wurden bereits 16 Norovirus-Ereignisse auf Schiffen verschiedener Reedereien wie Royal Caribbean oder Princess Cruises erfasst. Trotz der schnellen Verbreitung klingt die Erkrankung bei den meisten Betroffenen innerhalb weniger Tage ab, bleibt aber ein ernstzunehmender Faktor für den Schiffsbetrieb.
Der Fahrplan der AIDAdiva bleibt zunächst bestehen. In den kommenden zehn Tagen sind Stopps in Puntarenas (Costa Rica), Puerto Quetzal (Guatemala), Puerto Vallarta (Mexiko) und San Diego (USA) geplant. Zu Weihnachten soll das Schiff Hawaii erreichen, bevor es weiter über den Pazifik nach Asien fährt. Die Passage durch den Panamakanal ist bereits erfolgt, die Rückkehr nach Hamburg ist für den 23. März 2026 vorgesehen.
Während die AIDAdiva mit strengen Gesundheitsmaßnahmen weiterfährt, rückt ein weiterer Vorfall in Niedersachsen in den Fokus – ein tödlicher Brand in einem Zweifamilienhaus in Adendorf.

