In der Nähe von Adrasan im Süden der Türkei haben Archäologen unter der Leitung von Dr. Hakan Oniz ein griechisch-römisches Handelsschiff entdeckt, das über 2000 Jahre auf dem Meeresgrund gelegen hatte, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf indiandefencereview.com. In einer Tiefe von 35–45 Metern fanden sie einen Laderaum mit sorgfältig geordnetem Keramikgeschirr – Schalen, Tellern und Tabletts.

Der Fund zeigt das hohe Organisationsniveau des Handels im 1. Jahrhundert sowie den Umgang mit Waren, die über Hunderte von Kilometern auf dem Seeweg transportiert wurden. Die meisten Gegenstände gehören zum Typ Eastern Sigillata A – rot lackiertes Geschirr, das von Antiochia in Häfen Kleinasiens, Zyperns, Syriens und Nordafrikas exportiert wurde.
Die Keramik ist nahezu unversehrt erhalten, und die Archäologen dokumentieren jedes Fragment, wobei sie Form, Verzierungen und Farbreste vermerken. Die Entdeckung erhielt den Status eines nationalen Erbes der Türkei, und die Artefakte sollen im Unterwasserarchäologischen Museum in Bodrum ausgestellt werden. Die Ausstellung ermöglicht es den Besuchern, sowohl einzelne Artefakte als auch ein nachgebautes Modell des Schiffes zu sehen, um sich die Seerouten des Handels vor 2000 Jahren vorzustellen.

