Zum Jahresbeginn 2026 zieht der CO₂-Preis in Deutschland erneut an, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf adac.de. Die Folgen spüren Millionen Haushalte direkt – beim Tanken ebenso wie beim Heizen mit Gas oder Öl.
Warum der CO₂-Preis weiter steigt
Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden und sich schrittweise von Öl, Gas und Kohle verabschieden. Ein zentrales Instrument dafür ist der nationale CO₂-Preis, der seit 2021 auf fossile Brennstoffe erhoben wird und häufig als „CO₂-Steuer“ bezeichnet wird.
Dieser Preis soll den Verbrauch fossiler Energien verteuern und gleichzeitig den Übergang zur europäischen Emissionshandelsreform vorbereiten. Ab dem 1. Januar 2028 startet das neue EU-System ETS 2, das einheitliche CO₂-Preise in ganz Europa vorsieht.
Entwicklung des CO₂-Preises im Überblick

Der Anstieg erfolgte bislang schrittweise und planbar:
- 2021: 25 Euro pro Tonne CO₂
- 2022–2023: 30 Euro
- 2024: 45 Euro
- 2025: 55 Euro
- 2026: 55 bis 65 Euro
- 2027: bis zu 65 Euro pro Tonne
Da der Start des europäischen Emissionshandels von 2027 auf 2028 verschoben wurde, bleibt der Preis in Deutschland in den Jahren 2026 und 2027 innerhalb dieses Rahmens stabil.
Was ab 2028 auf Verbraucher zukommt
Mit dem Start von ETS 2 wird der CO₂-Preis europaweit vom Markt bestimmt. Um starke Preisschocks zu vermeiden, wollen die EU-Staaten den Einstieg bei rund 50 Euro pro Tonne begrenzen.
Für Deutschland könnte das kurzfristig sogar eine leichte Entlastung bedeuten. Langfristig rechnen Experten jedoch mit deutlich höheren Preisen:
ab 2030 mit 100 bis 130 Euro, bis 2040 teilweise mit über 300 Euro pro Tonne CO₂.
Heizen mit Gas und Öl wird deutlich teurer

Besonders spürbar ist der Anstieg für Haushalte mit fossilen Heizsystemen. Nach Berechnungen des ADAC steigt der CO₂-Kostenanteil bei Erdgas auf 1,55 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh summiert sich das auf mehr als 300 Euro zusätzlich.
Auch Heizöl verteuert sich spürbar. Der CO₂-Aufschlag liegt künftig bei 20,7 Cent pro Liter. Wer rund 2.000 Liter im Jahr verbraucht, muss mit über 400 Euro Mehrkosten rechnen.
Auch Tanken bleibt nicht verschont
Für Autofahrer bedeutet der höhere CO₂-Preis steigende Kraftstoffkosten. Benzin und Diesel dürften 2026 jeweils um rund drei Cent pro Liter teurer werden.
Seit Einführung des CO₂-Preises ist der Liter Kraftstoff allein durch diese Abgabe bereits um bis zu 20 Cent gestiegen – eine Entwicklung, die sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte.
Parallel dazu laufen 2026 neue Förderprogramme für private Wallboxen in Städten und Bundesländern.

