Morgen, am 27. Oktober, feiert die orthodoxe Kirche das Gedenken an den heiligen Märtyrer Nestor. Nestor der Chronist lebte ungefähr in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, wobei das genaue Geburts- und Sterbedatum unbekannt ist. Es wird angenommen, dass er um 1114 starb und einen bedeutenden Einfluss auf das geistliche und literarische Leben der Kiewer Rus hinterließ. Sein Name wurde zum Symbol der chronistischen Tradition und kirchlichen Weisheit, berichtet osteopathisch-leben.de.
Am wahrscheinlichsten war Nestor Mönch des Kiewer Höhlenklosters, eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Kiewer Rus. Das Kloster war für seine Buch- und Chronikaktivitäten bekannt, und seine Anhänger leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der kirchlichen Bildung und Kultur. Hier erwarb Nestor Wissen und verfeinerte seine Schreibkunst, um sich auf sein großes chronistisches Werk vorzubereiten.

Nestor der Chronist ist bekannt für seine asketische Lebenspraxis und sein tiefes Wissen in Geschichte, Schrift und kirchlichen Texten. Ihm wird die Autorenschaft oder Bearbeitung der „Erzählung der vergangenen Zeiten“ zugeschrieben — der wichtigsten chronistischen Quelle der Kiewer Rus. Die Chronik beschreibt Ereignisse von der legendären Gründung der Rus bis zum Beginn des 12. Jahrhunderts und wurde zu einer Schlüsselquelle für Historiker und Schriftsteller. Seine Werke beeinflussten die Entwicklung der altostslawischen Literatur und der christlichen Schreibtradition.
Die heiligen Märtyrer Kapitolina und Erotida werden ebenfalls am 27. Oktober verehrt. Kapitolina, eine vornehme Frau aus Kaisareia in Kappadokien, nahm das Christentum an, verteilte ihr Vermögen an die Armen, befreite Sklaven und widmete ihr Leben dem Gebet. Sie bekannte mutig ihren Glauben vor dem Herrscher Zelikint, der im Auftrag des Kaisers Diokletian handelte, und wurde deshalb mit dem Schwert hingerichtet.
Erotida war Dienerin von Kapitolina und betrachtete sie als geistliche Schwester. Während der Befragung verteidigte sie ihre Herrin und warf einen Stein auf den Herrscher, wofür sie brutal mit Stöcken geschlagen wurde, aber unversehrt blieb. Später starb auch Erotida als Märtyrerin durch das Schwert und hinterließ ein Beispiel für Glauben und Hingabe.
Zeichen am 27. Oktober

- Starker Tau am Morgen — später ist mit Schnee zu rechnen.
- Starker Wind an diesem Tag deutet auf einen frühen Frühling im nächsten Jahr hin.
- Ein trockener Tag bedeutet einen milden Winter.
- Was man am 27. Oktober nicht tun sollte
- An diesem Tag sollte man laut Volksglauben niemandem Hilfe verweigern oder Geld verleihen. Das strengste Verbot besteht darin, an diesem Tag gegebene Versprechen zu brechen, da die Folgen ernst sein können.
- Was man am 27. Oktober tun kann
- Dem heiligen Chronisten Nestor wird besonders von Journalisten, Schriftstellern und Historikern verehrt, für die er ein geistlicher Schutzpatron ist. An diesem Tag wendet man sich mit Gebeten an ihn für Erfolg im Studium, kreativer Arbeit und wissenschaftlicher Forschung sowie für Inspiration und Unterstützung bei der Suche nach der Wahrheit.
Wir erinnern an das Material zum Thema: Feiertage am 26. Oktober: Geschichte, Talismane und Volkszeichen

