Ein tragischer Zwischenfall erschüttert die Ostküste Australiens: Auf einem abgelegenen Strand im Crowdy-Bay-Nationalpark wurde eine junge Frau bei einem Hai-Angriff getötet, während ein Mann schwer verletzt ums Überleben kämpft, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Was als ruhiger Morgen begann, verwandelte sich innerhalb weniger Minuten in einen dramatischen Kampf gegen die Zeit.
Am frühen Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr gingen bei den Rettungsdiensten Notrufe ein. Zwei Menschen waren an einem einsamen Strandabschnitt rund 360 Kilometer nördlich von Sydney von einem Hai angegriffen worden. Die Gegend gilt als schwer zugänglich, ohne Rettungsposten oder Überwachung aus der Luft – ein Ort, an dem das Meer seine Gefahren kaum ankündigt.

Passanten, die den Angriff beobachteten, liefen sofort ins Wasser und zogen die Verletzten an Land. Sie versuchten, Erste Hilfe zu leisten, doch für die junge Frau kam jede Unterstützung zu spät. Sie starb noch am Strand, ihre Identität war zunächst unklar. Ihr Begleiter erlitt schwerste Verletzungen und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo er in kritischem Zustand behandelt wird. Laut dem Sydney Morning Herald sind beide zwischen 20 und 30 Jahre alt und stammen aus der Schweiz. Australische Medien berichten zudem, dass sie kurz vor dem Angriff Delfine mit einer GoPro gefilmt hatten.
Stephen Pearce, Geschäftsführer von Surf Life Saving NSW, erklärte, dass der Vorfall an einem „äußerst abgelegenen Ort“ passiert sei. Am Kylie’s Beach gebe es weder Rettungsschwimmer noch Drohnen, die das Wasser überwachen könnten. Das Ministerium für Primärindustrie bestätigte später, dass es sich bei dem Tier um einen großen Bullenhai handelte – eine Art, die für ihre Angriffslust bekannt ist. Der betroffene Strandabschnitt wurde unmittelbar nach dem Angriff für Besucher gesperrt.
Besonders hervorgehoben wird der Einsatz eines Rettungsschwimmers, der dem schwer verletzten Mann vermutlich das Leben rettete. Wie die BBC berichtet, legte er sofort ein improvisiertes Tourniquet an dessen Bein an und begrenzte so die massive Blutung. Die Polizei hält sich derzeit mit Details zum genauen Ablauf zurück, solange die Untersuchungen laufen.
Während die Ermittlungen zum Hai-Angriff weiterlaufen, sorgt auch in den Alpen ein dramatisches Unglück für Aufsehen, etwa die gewaltige Lawine am Stubaier Gletscher in Tirol.

