Die Pariser Staatsanwältin Lore Becquio kündigte neue Festnahmen im Fall des spektakulären Louvre-Raubüberfalls an. Ihren Angaben zufolge wurden am 29. Oktober in der Hauptstadtregion fünf weitere Personen festgenommen, die im Zusammenhang mit dem Diebstahl von Wertgegenständen aus der Apollo-Galerie stehen sollen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bfmtv.com. Damit steigt die Gesamtzahl der im Verfahren festgenommenen Personen auf sieben. Die Behörden betonen, dass unter den Festgenommenen einer der direkten Beteiligten des Überfalls ist.
Nach den vorläufigen Ermittlungen könnte einer der fünf Festgenommenen zur Vierergruppe der Räuber gehören, die direkt am Diebstahl der Schmuckstücke im Museum beteiligt waren. Die übrigen Verdächtigen verfügen vermutlich über Informationen zur Vorbereitung des Verbrechens, zu Fluchtwegen oder zur Verbergung der gestohlenen Schmuckstücke. Die französische Staatsanwaltschaft setzt die Ermittlungen fort, um alle Umstände des Falls zu klären und mögliche internationale Verbindungen der Täter zu überprüfen.
Die Staatsanwältin präzisierte, dass trotz erheblicher Fortschritte in den Ermittlungen acht der gestohlenen Schmuckstücke noch nicht gefunden werden konnten. Die Ermittler befürchten, dass die Schmuckstücke möglicherweise zerstückelt wurden: Die Edelsteine wurden auf dem „Schwarzmarkt“ verkauft, und das Edelmetall wurde eingeschmolzen. Dies erschwert die weiteren Suchmaßnahmen und Gutachten erheblich.
Zur Erinnerung: Der Raub in der Apollo-Galerie im Louvre ereignete sich am 19. Oktober. Die Täter gelangten in einen der am besten gesicherten Bereiche des Museums und entwendeten Sammlerschmuck, darunter einzigartige Exponate des 18. und 19. Jahrhunderts. Bei der Flucht ließen die Räuber zwei Schmuckstücke fallen, die später von der Sicherheit entdeckt wurden.
An der internationalen Untersuchung des Raubs sind über hundert Strafverfolgungsbeamte beteiligt, darunter Spezialisten aus Deutschland und Vertreter von Interpol. Die Ermittler arbeiten daran, den vollständigen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren, einschließlich der Überprüfung von Überwachungsvideos, Telefonaufzeichnungen und möglichen Bewegungsrouten der Verdächtigen nach der Tat.
Wir erinnern an das Material zum Thema: Belgien untersucht Drohnensichtungen über Militärbasen.

