Am Sonntag war es wieder so weit: Ulrike Folkerts stand als Kommissarin Lena Odenthal im Mittelpunkt des neuen Ludwigshafener Tatort-Falls „Mike & Nisha“, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Die dienstälteste Ermittlerin der ARD sorgte dabei für geteilte Meinungen – während die Einschaltquoten beeindruckend ausfielen, fielen viele Kritiken eher verhalten aus.
Mit 7,58 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern, darunter 1,02 Millionen in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, sicherte sich das Erste die Marktführerschaft beim Gesamtpublikum ebenso wie bei den Jüngeren. Der Marktanteil lag bei 29,9 Prozent, ein starker Wert, der die ungebrochene Popularität des Formats unterstreicht. Selbst bei der jungen Zielgruppe konnte der Klassiker punkten – ein seltenes Phänomen im aktuellen TV-Umfeld.
Konkurrenzlos dominierte der Tatort den Sonntagabend: Die ZDF-Produktion „Nächste Ausfahrt Glück“ erreichte mit 3,13 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern weniger als die Hälfte der Tatort-Quote. Damit bleibt Folkerts’ Ermittlerin Lena Odenthal eine feste Größe im deutschen Fernsehen – auch nach über drei Jahrzehnten im Einsatz.
Trotz des Erfolgs zeigen die Zahlen jedoch einen leichten Abwärtstrend. Frühere Tatort-Ausgaben aus Ludwigshafen konnten höhere Reichweiten erzielen: Der Fall vom 1. Januar 2025 lockte 7,97 Millionen Menschen vor den Bildschirm, die Episode „Dein gutes Recht“ vom 27. Oktober 2024 sahen 8,09 Millionen, und der Fall „Avatar“ vom 7. Januar 2024 brachte es sogar auf 8,95 Millionen Zuschauer.
Der Rückgang dürfte auch mit der verhaltenen Resonanz der Kritik zusammenhängen. Viele Medien fanden den neuen Fall schwach: Es fehle an Spannung, Tiefe und prägnanten Figuren. Besonders hart urteilte t-online – selten sei ein Tatort mit Ulrike Folkerts so enttäuschend gewesen. Die Ermittlerin wirke „gespenstisch blass“, fast so, als würde sie ihrem Abschied entgegenschwanken.
Doch von einem Rückzug ist keine Rede. Ulrike Folkerts betonte mehrfach, wie sehr sie die Arbeit am Tatort schätze und dass sie sich in der Rolle der Lena Odenthal nach wie vor wohlfühle. Ein Ende ihrer Tatort-Karriere ist also vorerst nicht in Sicht.
Auch andere deutsche Prominente bewegten zuletzt mit persönlichen Momenten – so erinnerte Heino in „Sei mein Schutzengel“ mit bewegenden Worten an seine Hannelore.

