In New York erlebte der Kunstmarkt einen der eindrucksvollsten Auktionsabende des Jahres: Innerhalb von nur zwanzig Minuten sorgte ein Werk von Gustav Klimt für Spannung, rekordverdächtige Gebote und einen neuen Meilenstein im internationalen Kunsthandel.
Die Versteigerung bei Sotheby’s dauerte kaum länger als eine Kaffeepause, doch jede Sekunde war von Nervosität geprägt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Punkt 00:54 deutscher Zeit fiel der Hammer – das Porträt „Elisabeth Lederer“ wechselte für 205 Millionen US-Dollar den Besitzer. Der Modernist Gustav Klimt, dessen Gemälde zu den begehrtesten der Welt gehören, rückte damit erneut in den Fokus der internationalen Sammler.

Rechnet man die Auktionsgebühren ein, zahlte der anonyme Käufer insgesamt 236,5 Millionen Dollar, also fast 205 Millionen Euro. Damit ist das Werk das zweitteuerste Kunstobjekt, das je bei einer Auktion verkauft wurde. An der Spitze bleibt weiterhin Leonardo da Vincis „Salvator Mundi“, der 2017 von Christie’s für spektakuläre 450,3 Millionen Dollar an den saudischen Kronprinzen ging.
Bis zum Schluss lieferten sich zwei telefonische Bieter ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen und erhöhten den Preis in Schritten von jeweils einer Million Euro. Als das Siegergebot angenommen wurde, brach im neuen Hauptsitz von Sotheby’s in New York spontaner Applaus aus. Verkäufer waren die Erben des US-Milliardärs Leonard A. Lauder, der das Gemälde vor rund vierzig Jahren erworben hatte. Seine Geschichte ist bewegt: Nach der Fertigstellung befand es sich im Besitz der Familie Lederer, wurde 1939 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und erst nach dem Krieg an die Familie zurückgegeben. Später gelangte es auf den Kunstmarkt – und zählt nun zu den teuersten Gemälden weltweit.

Doch nicht nur die Malerei sorgte an diesem Abend für Aufsehen. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte ein provokantes Objekt des italienischen Konzeptkünstlers Maurizio Cattelan: eine voll funktionsfähige Toilette aus 18-karätigem Gold. Unter dem Titel „America“ erzielte das Werk 12,1 Millionen Dollar. Cattelan selbst kommentierte die Installation mit scharfer Ironie: Egal, ob jemand ein Gericht für 200 Dollar genießt oder einen Hotdog für zwei – am Ende landen alle am selben Ort.
Ein Blick auf aktuelle Technologieentwicklungen zeigt zudem, dass in Fürstenfeldbruck 2025 die Serienfertigung des humanoiden Roboters Agile One beginnt.

