Ein massiver russischer Luftschlag hat erneut die Energie- und Verkehrsinfrastruktur der Ukraine getroffen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Parallel dazu laufen intensive diplomatische Gespräche in Europa und den USA, während in Russland und den besetzten Gebieten weitere Explosionen gemeldet werden.
Selenskyj reist am Montag nach London
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Montag in London erwartet, wo er Premierminister Keir Starmer trifft.
Im Mittelpunkt stehen:

- die nächsten Schritte der internationalen Koalition,
- der Stand der Gespräche über einen möglichen Friedensplan,
- der Druck auf Russland, seine Angriffe zu reduzieren.
Zur gleichen Zeit haben die USA und die Ukraine ihre Verhandlungen über eine Konfliktregelung wieder aufgenommen. Die Gespräche begannen am Donnerstag in Florida und werden heute fortgesetzt. Beide Seiten gehen davon aus, dass ein reales Kriegsende nur möglich wird, wenn Moskau Bereitschaft zu einem Abkommen zeigt.
US-Gesandte treffen Putin in Moskau
Ein weiterer diplomatischer Akzent:
US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner trafen am Dienstag in Moskau mit Wladimir Putin zusammen.
Sie übermittelten neue Vorschläge Washingtons für ein mögliches Ende der Kämpfe. Details bleiben vertraulich, doch der Dialog zeigt, dass die USA ihre Kanäle nach Moskau aktiv nutzen.
Luhansk: Angriffe auf Ölraffinerie und Munitionsfabrik
Das ukrainische Militär meldete nächtliche Angriffe auf eine Ölraffinerie und eine Hülsenfabrik im besetzten Altschewsk.
Die Ziele wurden getroffen, weitere Angaben liegen nicht vor.
Russische Behörden äußerten sich bislang nicht zu den Berichten.
Zehntausende ohne Heizung und Wasser
Nach erneuten russischen Angriffen verschärft sich die Lage in mehreren Regionen. In der Oblast Odessa sind laut Minister Oleksij Kuleba:
- 9.500 Menschen ohne Heizung,
- 34.000 Menschen ohne Wasserversorgung.
Wegen der Schäden berief die Regierung in Kiew eine Krisensitzung ein. Premierministerin Julija Swyrydenko warnte, dass während der Reparaturen zusätzliche Stromabschaltungen im ganzen Land möglich sind.
Russischer Angriff auf Eisenbahnknoten bei Kiew

Russland setzte erneut eine große Zahl von Drohnen und Raketen gegen die Energie- und Eisenbahninfrastruktur ein.
Ukrzaliznyzja meldete Treffer im Depot der Stadt Fastiw, rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew. Mehrere Waggons und Werkstätten wurden beschädigt.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs setzte Russland ein:
- 653 Drohnen,
- 51 Raketen.
Die Luftverteidigung schoss 585 Drohnen und 30 Raketen ab.
Berichte über Tote oder Verletzte liegen nicht vor.
Außenminister Andrij Sybiha betonte, Russland demonstriere erneut, dass es keinerlei Interesse an einem echten Friedensprozess zeigt.
Rjasan: Großbrand nach Drohnenangriff
Ukrainische Drohnen haben nach übereinstimmenden Berichten erneut die große Ölraffinerie in Rjasan getroffen – eine der wichtigsten in Russland mit einer Kapazität von mehr als 17 Millionen Tonnen pro Jahr.
Lokalisierte Aufnahmen zeigen ein Feuer an der Anlage Isomalk-2-LIN-800. Beobachter gehen davon aus, dass auch folgende Bereiche beschädigt worden sein könnten:
- Hydroreinigung,
- katalytisches Cracken,
- Reformer.
Laut dem Kanal Astra handelt es sich bereits um den neunten Angriff auf die Raffinerie im Jahr 2025.
MAEA: Schutzstruktur von Tschernobyl vorübergehend beeinträchtigt
Die Internationale Atomenergiebehörde MAEA bestätigte Schäden an der Schutzhülle der stillgelegten Tschernobyl-Anlage nach einem Drohnenangriff.
Generaldirektor Rafael Grossi erklärte, die Konstruktion könne „ihre zentralen Sicherheitsfunktionen derzeit nicht vollständig erfüllen“.
Tragende Elemente seien jedoch nicht irreversibel beschädigt worden. Erste Reparaturen laufen, ein vollständiges Wiederherstellen der Struktur sei jedoch notwendig.
Grosny: Kadyrow meldet Drohnentreffer
Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow erklärte, ein ukrainischer Drohneinschlag habe eine Hochhausfassade in Grosny beschädigt.
Verletzte gebe es nicht.
Kadyrow kündigte „Vergeltung“ an und erinnerte an frühere ukrainische Angriffe auf militärische Einrichtungen in der Region.
USA: Gespräche in Miami „konstruktiv“
Das US-Außenministerium bezeichnete die Verhandlungen zwischen Steve Witkoff und dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umjerow in Miami als konstruktiv.
Umjerow betonte, die Ukraine strebe ein Abkommen an, das ihre Souveränität schützt und keine aufgezwungenen Bedingungen zulässt.
Mehr zu den aktuellen Schäden an russischen Industrieanlagen finden Sie im ergänzenden Bericht über die Ereignisse in Rjasan und Altschewsk am 6. Dezember.

