In Südböhmen sind ein Expresszug und ein Regionalzug kollidiert, wodurch Dutzende Menschen verletzt wurden, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen nahe České Budějovice und führte zur vollständigen Unterbrechung des Bahnverkehrs in der Region.
Am Donnerstagmorgen kam es auf der Strecke zwischen České Budějovice und Pilsen zu einem schweren Zugunglück. Gegen 6 Uhr stießen zwischen den Ortschaften Zliv und Dívčice ein Expresszug und ein Regionalzug zusammen, die einander entgegenkamen. Trotz des heftigen Aufpralls blieben beide Züge auf den Gleisen, wurden jedoch verkeilt und erlitten deutliche Beschädigungen.

Die ersten Aufnahmen vom Unfallort zeigen, dass sich die Kollision im Morgengrauen ereignete und die Lokomotiven frontal ineinander gerieten. České Budějovice – eine Stadt mit rund 96.000 Einwohnern, etwa 140 Kilometer von Pilsen entfernt – wurde zum zentralen Einsatzpunkt der Rettungskräfte. Mehrere Spezialteams, rund ein Dutzend Rettungswagen und ein Helikopter wurden entsandt, um Verletzte zu versorgen und Personen in kritischem Zustand auszufliegen.
Nach offiziellen Angaben wurden mindestens 57 Passagiere verletzt, fünf davon schwer. Die Schwerverletzten wurden in das Krankenhaus von České Budějovice gebracht, das nur rund 50 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt liegt. Die Rettungsarbeiten dauern weiter an, und der Bahnverkehr in der Region ist seit 6:20 Uhr vollständig eingestellt, wie ein Sprecher der Bahnverwaltung bestätigte.

Erste Alkoholtests bei beiden Lokführern verliefen negativ. Die Unfallursache wird derzeit von der Eisenbahninspektion untersucht, die am Ort des Geschehens technische Daten sichert und Zeugenaussagen dokumentiert. Obwohl die Tschechische Republik über eines der dichtesten Bahnnetze Europas verfügt, gelten Teile der Sicherheitsinfrastruktur weiterhin als veraltet.
Sobald die Ermittler ein vollständiges Bild des Vorfalls rekonstruiert haben, sollen weitere Informationen veröffentlicht werden.
Der Vorfall lenkt erneut den Blick auf Herausforderungen im europäischen Verkehrssektor, wie auch die jüngste Entscheidung von Ryanair zeigt, sich nach höheren Flughafengebühren von den Azoren zurückzuziehen.

