Am Tegernsee kam es am Sonntag zu einem Rettungseinsatz, der sich rasch zu einer ausgesprochen ungewöhnlichen Situation entwickelte, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf n-tv. Der Betroffene war Ben Tewaag, der 49-jährige Sohn der bekannten Schauspielerin Uschi Glas – und sein Verhalten brachte die Einsatzkräfte an ihre Grenzen.
In der eleganten Gemeinde Rottach-Egern löste Tewaag am Abend einen Polizeieinsatz aus. Nach Informationen der Bild soll der Reality-TV-Darsteller zunächst in seiner Wohnung einen heftigen Ausraster gehabt und sich dabei eine tiefe Schnittverletzung an der rechten Hand zugezogen haben. Als der Rettungsdienst eintraf, eskalierte die Lage: Der Mann beschimpfte die Sanitäter, zeigte erratisches Verhalten und hinterließ den Eindruck eines massiven emotionalen Ausnahmezustands.
Auf dem Weg ins Krankenhaus wurde die Situation noch angespannter. Die Sanitäter berichteten, dass Tewaag deutlich alkoholisiert war, zunehmend aggressiv reagierte und die notwendige medizinische Versorgung verweigerte. Mehrfach soll er versucht haben, den Rettungswagen zu verlassen, obwohl dadurch eine akute Gefahr für ihn selbst entstand. Die Besatzung sah sich gezwungen, die Polizei hinzuzuziehen, um sowohl sich selbst als auch den Patienten zu schützen.
Als die Beamten eintrafen, schlug die Stimmung weiter um. Laut Polizeibericht überzog Tewaag die Einsatzkräfte mit einer „Flut von Beleidigungen und übelster Fäkalsprache“ und versuchte sogar, einen Polizisten zu schlagen. Auch im Gewahrsam beruhigte er sich nicht: Der 49-Jährige randalierte weiter, verletzte sich erneut selbst und musste schließlich mit Unterstützung zusätzlicher Kräfte in eine Klinik gebracht werden. Dort wurden zunächst seine Schnittverletzung und die selbst zugefügten Wunden versorgt, bevor er in eine psychiatrische Einrichtung überwiesen wurde.
Insgesamt neun Polizeibeamte waren an dem Einsatz beteiligt, einer von ihnen erlitt leichte Verletzungen. Gegen Ben Tewaag wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt. Auf telefonische Nachfrage der Bild spielte er den Vorfall herunter und erklärte knapp: „Außer meinem Finger ist niemand zu Schaden gekommen.“
Der Vorfall um Ben Tewaag zeigt erneut, wie stark öffentlicher Druck auf Prominente wirken kann, was auch Christine Neubauer in Bitburg anhand ihrer Erfahrungen mit dauerhafter Onlinekritik betonte.

