In der Nähe von Ankara ist ein Privatflugzeug abgestürzt, nachdem der Kontakt über dem Luftraum der türkischen Hauptstadt abgebrochen war. Nach ersten Informationen könnte sich ein hochrangiger Militär aus Libyen an Bord befunden haben, berichtet osteopathisch-leben.de.
Kontaktabbruch über dem Luftraum von Ankara
Der Vorfall betrifft ein Privatflugzeug, an dessen Bord sich möglicherweise der Chef des Generalstabs der libyschen Armee, Mohammed Ali Ahmed Al-Haddad, befand. Die Maschine verlor über Ankara plötzlich den Funkkontakt und stürzte wenig später in der Umgebung der Stadt ab.
Bestätigt wurde der Vorfall von internationalen Medien, darunter Reuters, sowie von türkischen Nachrichtenquellen. Wegen der möglichen Identität eines Passagiers rückte der Absturz sofort in den Fokus von Sicherheits- und Militärbehörden.
Flugroute änderte sich kurz vor dem Unglück
Flugdaten zeigen, dass das Flugzeug kurz vor dem Absturz deutlich vom geplanten Kurs abwich. Statt den Anflug auf den Flughafen Esenboğa fortzusetzen, änderte die Maschine ihre Richtung. Diese Abweichung fiel den Flugüberwachungssystemen unmittelbar auf.
Kurz darauf setzte die Crew ein Notsignal für eine Notlandung im Raum Haymana ab. Danach brach der Kontakt vollständig ab, weitere Funkversuche blieben ohne Antwort. Rettungsdienste leiteten umgehend Suchmaßnahmen ein.
Fünf Personen an Bord, Luftraum gesperrt

Nach vorläufigen Angaben befanden sich fünf Personen an Bord des Flugzeugs. Über ihren Zustand gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Die Ursache des Absturzes ist weiterhin unklar und Gegenstand laufender Untersuchungen.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Luftraum über Ankara zeitweise für den zivilen Flugverkehr gesperrt. Mehrere Flüge mussten umgeleitet oder verschoben werden.
Absturz während eines offiziellen Besuchs
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Vorfall durch den zeitlichen Zusammenhang mit einem offiziellen Besuch aus Libyen. Das türkische Verteidigungsministerium hatte zuvor angekündigt, dass der libysche Generalstabschef zu Wochenbeginn nach Ankara reisen werde. Al-Haddad war auf Einladung des türkischen Generalstabschefs Selçuk Bayraktaroğlu in die Türkei gekommen.
Am Tag seiner Ankunft führte er zudem Gespräche mit dem türkischen Verteidigungsminister Yaşar Güler. Ob der Flugzeugabsturz in einem direkten Zusammenhang mit dem Besuch steht, ist derzeit offen und Teil der Ermittlungen.
Zuvor hatte es in Hamburg am 23. Dezember einen schweren Verkehrsunfall nach einer Polizeiverfolgung gegeben, bei dem ein gestohlener Wagen und ein Linienbus kollidierten.

