Russlands Präsident Wladimir Putin hat erneut mit drastischen Szenarien gegenüber Europa und der Ukraine gedroht – ausgerechnet an dem Tag, an dem Vertreter von US-Präsident Donald Trump in Moskau eintrafen. Seine Aussagen wirkten wie ein bewusster Druckaufbau.
Putin behauptete, Europa würde im Falle eines Krieges „sofort“ verlieren, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Russland habe zwar keine Absicht, einen Angriff zu starten, sei aber „bereit, umgehend zu reagieren“ – so schnell, dass es „keinen Gesprächspartner mehr geben werde“. Der Ton war gewohnt aggressiv und zielte klar darauf ab, die EU unter Druck zu setzen.
Gleichzeitig wies Putin die jüngsten europäischen Friedensvorschläge zur Ukraine zurück. Aus seiner Sicht blockieren sie den Prozess und enthalten Bedingungen, die Russland niemals akzeptieren werde. Europa habe sich selbst aus den Gesprächen herausgenommen und versuche nun, die diplomatischen Bemühungen Washingtons zu unterlaufen, so der Kremlchef.
Auch gegenüber der Ukraine verschärfte Putin seine Drohungen. Nach Angriffen ukrainischer Drohnen auf Tanker des russischen „Schattenflotte“ sprach er offen davon, Kiew „vom Meer abzuschneiden“. Russland werde die Angriffe auf ukrainische Ziele und Schiffe verstärken und Maßnahmen gegen Tanker jener Staaten ergreifen, die die Ukraine unterstützen. Konkrete Details nannte er nicht – der politische Zweck der Drohung war jedoch offensichtlich.
Währenddessen trafen in Moskau der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein. Sie brachten einen neuen Friedensansatz mit, nachdem ein früherer 28-Punkte-Plan bereits für Unruhe in Kiew und mehreren EU-Hauptstädten gesorgt hatte. Nach Gesprächen in Genf erklärten die USA und die Ukraine, sie hätten einen „überarbeiteten und verbesserten Rahmen“ erarbeitet – ohne Details öffentlich zu machen.
Fest steht: Die Spannungen bleiben hoch. Moskaus Rhetorik zeigt, dass der Kreml derzeit keinen echten Verhandlungskurs einschlägt, während der Westen weiter nach einer tragfähigen Lösung sucht, die den Krieg beendet, ohne der Aggression nachzugeben.
Vor dem Hintergrund dieser neuen Spannungen lohnt sich auch ein Blick auf den jüngsten US-Skandal, bei dem Pentagon-Chef Hegset nach einem zweiten Luftschlag gegen Drogenschmuggler ins Visier der Ermittler geraten ist.

