Die europäische Sicherheit tritt in eine Phase der schwersten Bewährungsproben seit Jahrzehnten ein. Einflussreiche Politiker und Militärexperten sprechen immer häufiger von einer realen Gefahr einer direkten Konfrontation mit Russland, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf Bild. Ihre Aussagen wirken längst nicht mehr wie abstrakte Warnungen – es geht um konkrete Szenarien und Zeiträume.
In Belarus sind Hunderttausende russische Soldaten konzentriert
Der Verteidigungsexperte und CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter erklärte im Fernsehsender n-tv, Russland habe auf dem Territorium von Belarus zwei Armeekorps stationiert. Seiner Einschätzung nach handelt es sich um rund 360.000 einsatzfähige Soldaten. Ein solches Kontingent könne, so der Politiker, eine direkte Bedrohung für die NATO-Staaten darstellen, worüber auch die Zeitung „Express“ berichtet.
Kiesewetter weist darauf hin, dass Russland seit Langem im Modus einer Kriegswirtschaft arbeitet. Genau das ermögliche es dem Kreml, Hunderttausende Soldaten auszubilden, die nicht unmittelbar an der ukrainischen Front kämpfen. Seiner Ansicht nach deutet diese Vorbereitung auf weiterreichende Pläne hin als nur die Fortsetzung des Krieges gegen die Ukraine.
Die Jahre 2026–2027 könnten entscheidend werden

Der deutsche Abgeordnete hält die Vorstellung für eine Illusion, dass Wladimir Putin von selbst aufhören werde. Seinen Worten zufolge werden die Jahre 2026 und 2027 die angespannteste Phase für Europa sein. Gleichzeitig betont Kiesewetter: Wenn die Verteidigung bereits jetzt gestärkt und umsichtig gehandelt werde, könnten diese Jahre ohne eine direkte Konfrontation überstanden werden.
Kritik an beschwichtigender Rhetorik innerhalb der NATO
Deutsche Medien, darunter Audimax, machen auf Kiesewetters harte Haltung gegenüber Aussagen einzelner NATO-Führungspersönlichkeiten aufmerksam. Der Politiker ist überzeugt, dass allzu beruhigende Signale lediglich das Gefahrenbewusstsein abstumpfen. Während die Aufmerksamkeit der Welt auf die Kämpfe in der Ukraine gerichtet ist, formiert Russland seinen Worten zufolge eine „zweite Staffel“ an den nördlichen Grenzen des Bündnisses.
Über die Bedrohung wusste man schon lange, sprach aber nicht offen darüber
Nach Einschätzung Kiesewetters dauern diese Prozesse seit mindestens zwei Jahren an. Er räumt ein, dass die Politik sich zuvor nicht getraut habe, offen darüber zu sprechen. Der Hauptgrund sei gewesen, die Bevölkerung nicht zu verunsichern – doch das Verschweigen verschärfe seiner Meinung nach inzwischen nur noch die Lage.
Wer ist Roderich Kiesewetter

Roderich Kiesewetter vertritt die oppositionelle CDU im Bundestag und ist auf Außen- und Verteidigungspolitik spezialisiert. Er verfügt über militärische Erfahrung, diente als Oberst und arbeitete im NATO-Hauptquartier. Genau dieser Hintergrund macht seine Einschätzungen für die europäischen Hauptstädte besonders sensibel.
Ähnliche Signale kommen auch aus der NATO-Führung
Die jüngsten Aussagen Kiesewetters decken sich mit der Position von NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Vor wenigen Tagen erklärte er, dass die Staaten des Bündnisses zum nächsten Ziel Russlands werden könnten. Seinen Worten zufolge besteht die wichtigste Aufgabe derzeit darin, einen Krieg von dem Ausmaß der Konflikte zu verhindern, die Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt hat.
Kaum noch Zeit für Zögern
Mark Rutte betonte, dass viele NATO-Länder die reale Dringlichkeit der russischen Bedrohung noch immer nicht vollständig erkennen. Genau das behindere schnelle Entscheidungen über Verteidigungsausgaben und Produktion. Der NATO-Generalsekretär erklärte offen, dass die Hoffnung, die Zeit arbeite für den Westen, ein gefährlicher Irrtum sei.
Auch an anderer Stelle erleidet Russland militärische Verluste – zuletzt meldete der SBU die Sprengung eines russischen U-Bootes in Noworossijsk und veröffentlichte Details zu den Schäden an der Flotte sowie zum mit „Kalibr“-Raketen ausgerüsteten Boot.

