Wenn im Herbst der Duft von feuchtem Moos durch die brandenburgischen Wälder zieht, beginnt für viele Naturfreunde die schönste Zeit des Jahres: die Pilzsaison, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf landurlaub-brandenburg.de. Mit über einer Million Hektar Wald ist Brandenburg eines der pilzreichsten Bundesländer Deutschlands. Zwischen Schorfheide, Hoher Fläming und Märkischer Schweiz finden Sammler zahlreiche Arten – von Steinpilz bis Pfifferling.
Im Norden lockt das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit beeindruckender Vielfalt. Besonders der Buchenwald Grumsin (UNESCO-Weltnaturerbe) gilt als Hotspot für Steinpilze, Maronen und Birkenpilze. Hier werden regelmäßig geführte Pilzwanderungen angeboten, bei denen selbst erfahrene Sammler noch Neues lernen.
Der Hohe Fläming im Süden punktet mit kalkhaltigen Böden und abwechslungsreichen Laubwäldern. Zwischen Bad Belzig und Wiesenburg wachsen Perlpilze, Hexenröhrlinge und Wiesen-Champignons – ein echter Geheimtipp für alle, die Ruhe und Natur schätzen.
Auch der Osten Brandenburgs, die Märkische Schweiz rund um Buckow, ist ein Paradies für Pilzfreunde. Hier finden sich seltene Arten wie die gelbe Speisemorchel oder Herbsttrompeten. Ein Spaziergang am Schermützelsee lässt sich wunderbar mit dem Pilzesammeln verbinden.
Im Westen, im Havelland, liegen stadtnahe Reviere für Berliner. Besonders empfehlenswert sind der Bredower Forst und der Krämerforst bei Falkensee, wo Steinpilze und Maronen in großer Zahl wachsen.

Praktische Tipps für Sammler:
Wer erfolgreich sammeln will, sollte folgende Punkte beachten:
- Beste Zeit: 3–5 Tage nach kräftigem Regen bei mildem Wetter
- Erlaubt ist Sammeln in öffentlichen Wäldern für den Eigenbedarf (bis 2 kg pro Person und Tag)
- In Naturschutzgebieten und Biosphärenkernzonen ist das Sammeln verboten
- Nur bekannte, essbare Arten mitnehmen – im Zweifel stehen lassen!
Brandenburger Pilzkalender (Kurzfassung):
| Jahreszeit | Typische Pilze | Sammelzeit |
|---|---|---|
| Frühling | Morcheln, Maipilz | März–Mai |
| Sommer | Pfifferling, Birkenpilz | Juni–August |
| Herbst | Steinpilz, Marone, Butterpilz | Sept–Nov |
| Winter | Austernseitling, Samtfußrübling | Dez–Feb |
Eine Besonderheit der letzten Jahre ist die Falsche Rotkappe (Leccinum piceinum), die sich zunehmend in den brandenburgischen Kiefernwäldern verbreitet. Sie gilt als essbar, sollte aber gut durchgegart werden.
Ob erfahrener Mykologe oder neugieriger Anfänger – Brandenburg bietet unzählige Möglichkeiten, die Natur zu erleben und kulinarische Schätze zu entdecken.

