In Frankreich laufen Ermittlungen wegen des Diebstahls von Gegenständen von historischem Wert aus dem Élysée-Palast, der offiziellen Residenz des Präsidenten.
Es handelt sich um Tafelservice — Silber und Porzellan, die bei offiziellen Dinners und staatlichen Zeremonien verwendet wurden, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf theguardian.com. Erste Schätzungen beziffern den Schaden auf bis zu 40.000 Euro.
Verdacht richtet sich gegen einen Mitarbeiter mit Zugang zu den historischen Objekten
Die Polizei nahm einen Mitarbeiter fest, der für die Aufbewahrung und Inventarisierung des Tafelsilbers zuständig war. Er hatte ständigen Zugang zu den Gegenständen, die nach und nach aus den Lagerräumen verschwanden.
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich nicht um einen einmaligen Diebstahl handelte. Die Objekte wurden schrittweise entwendet, was über längere Zeit keinen Verdacht erregte.
Ein Teil der Gegenstände könnte auf Auktionen gelandet sein
Nach Erkenntnissen der Ermittlungen tauchten einige Objekte aus dem Élysée-Palast auf Auktionsplattformen auf. Ihre Herkunft war nicht eindeutig angegeben, doch Experten erkannten sie anhand von Beschreibungen und Fotos.
Gerade diese Auktionen wurden zu einer der wichtigsten Spuren in dem Fall. Derzeit wird geprüft, ob der Festgenommene allein handelte oder die Hilfe von Mittelsmännern in Anspruch nahm.
Ermittlungen werden ausgeweitet, weitere Vorwürfe möglich
Neben dem Hauptverdächtigen tauchen in dem Fall noch zwei weitere Personen auf. Derzeit werden sie vernommen, bislang ohne formelle Anklagen.
Die französische Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass es nicht nur um Diebstahl geht, sondern auch um illegalen Handel mit Kulturgütern, was eine härtere strafrechtliche Verantwortung nach sich ziehen würde.
Präsidialverwaltung kündigt Kontrollen an
Nach Bekanntwerden des Falls kündigte die Verwaltung des Élysée-Palastes eine Verstärkung der Kontrollen über staatliches Eigentum an. Geplant ist eine zusätzliche Inventarisierung von Gegenständen mit historischem Wert.
Offiziell wurde betont, dass der Vorfall keine Gefahr für die Sicherheit der Residenz darstellte, jedoch zu einem Imageschaden für das Umfeld des Präsidenten wurde.
Auch international sorgen Ermittlungen und tragische Vorfälle für Aufmerksamkeit, wie der aktuelle Bericht aus Indien über eine Zugkollision mit einer Elefantenherde in Assam zeigt.

