Estland, Lettland und Litauen entwickeln aktiv detaillierte Evakuierungspläne für die Zivilbevölkerung im Falle einer möglichen Aggression seitens Russlands. Die Szenarien sehen die Verlegung von Hunderttausenden von Menschen vor, falls es zu einer Invasion oder einer erheblichen Aufstockung der russischen Militärpräsenz an den Grenzen dieser Länder kommt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf reuters.com. Solche Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf den starken Anstieg der Militärausgaben Moskaus nach Beginn des umfassenden Krieges in der Ukraine im Jahr 2022. Diese Vorbereitungen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Bedrohungswahrnehmung in der Region und das Bestreben der Regierungen, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.
Die baltischen Staaten haben ihre NATO-Verbündeten wiederholt vor der zunehmenden Bedrohung durch Russland gewarnt. Sie dokumentieren zahlreiche Provokationen, darunter Abfangaktionen russischer Kampfjets und Drohnen sowie Cyberangriffe und Desinformationskampagnen. Obwohl offizielle Erklärungen aus Moskau behaupten, dass kein Angriff auf die NATO geplant sei, verstehen Vilnius, Riga und Tallinn: Nach den Ereignissen von 2022 sind solche Zusicherungen zweifelhaft. Aus diesem Grund bereiten sich die Regierungen der baltischen Staaten aktiv auf verschiedene Szenarien vor und erweitern ihre Pläne zum Schutz der Zivilbevölkerung.

