Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter enthüllte die Wahrheit über die Verwendung von Siri-Aufnahmen zur Identifizierung von Nutzern. Thomas Le Bonnièk, ehemaliger Mitarbeiter eines Apple-Subunternehmers, erklärte, dass das Unternehmen Audioaufnahmen des Sprachassistenten Siri entgegen Sicherheitsversprechen genutzt haben könnte, berichtet die Website osteopathisch-leben.de unter Berufung auf politico.eu. Seine Aussagen waren ein entscheidender Faktor für den Beginn einer offiziellen Untersuchung in Frankreich. Die Staatsanwaltschaft Paris prüft das Vorgehen des US-Technologieriesen hinsichtlich möglicher Verstöße gegen die Privatsphäre der Nutzer.

Die Untersuchung wird von der OFAC-Agentur durchgeführt, die auf die Bekämpfung von Cyberkriminalität spezialisiert ist, nachdem eine Beschwerde der französischen Menschenrechtsorganisation Ligue des droits de l’Homme eingereicht wurde. Le Bonnièk berichtete, dass er bereits 2019 in Irland Tausende von Siri-Audiodateien analysierte, um die Leistung des Sprachassistenten zu verbessern. Diese Aufnahmen enthielten häufig intime Gespräche und vertrauliche Informationen, was die von Apple behauptete Datensicherheit in Frage stellt.
Le Bonnièk zufolge könnten Siri-Aufnahmen zur Identifizierung von Nutzern verwendet worden sein, was bei Cybersicherheitsexperten große Besorgnis auslöste. Der ehemalige Mitarbeiter versuchte, sich an Datenschutzbehörden, insbesondere an die französische CNIL und die irische DPC, zu wenden, jedoch wurde der Fall 2022 ohne Einleitung einer Untersuchung geschlossen. Seine Aussagen führten zu einer neuen Phase der Aufmerksamkeit gegenüber Apples Praktiken bei der Verarbeitung von Sprachdaten.

