Nach üppigen Festtagen wird der Januar für viele Menschen in Deutschland zum Monat der Selbstdisziplin, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Süßes, Alkohol oder Zigaretten rücken in den Hintergrund – stattdessen setzen viele auf bewusste Pausen von Gewohnheiten, die ihnen im Alltag schaden.
Das steht im Januar 2026 ganz oben auf der Stopp-Liste
Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportals Doctolib zeigt: Rund ein Viertel der Befragten in Deutschland plant, im Januar mindestens auf eine ungesunde Gewohnheit zu verzichten. Dabei geht es meist nicht um radikale Einschnitte, sondern um zeitlich begrenzte Veränderungen.
Am häufigsten genannt werden:
- Zucker und Süßigkeiten – 48 Prozent
- Alkohol – 41 Prozent
- Nikotin – 29 Prozent
- Fast Food – 25 Prozent
- Fleisch und tierische Produkte – 18 Prozent
Neben Ernährung und Genussmitteln rücken auch digitale und finanzielle Verhaltensweisen in den Fokus. 14 Prozent wollen ihre Nutzung sozialer Medien einschränken, jeweils 13 Prozent planen eine Pause von Cannabis oder Glücksspielen. Auf Online-Shopping verzichten im Januar 11 Prozent.
Gesundheit bleibt der wichtigste Antrieb
Für fast die Hälfte der Befragten steht die eigene Gesundheit im Mittelpunkt. Viele verbinden den Verzicht mit mehr Wohlbefinden, besserer Balance und einem bewussteren Start ins neue Jahr. Weitere 38 Prozent nennen genau diesen Wunsch nach mehr Achtsamkeit als Motivation.
Auch pragmatische Gründe spielen eine Rolle. 22 Prozent erhoffen sich finanzielle Entlastung, während 20 Prozent den Januar als persönliche Herausforderung sehen – eine Art Test für die eigenen Routinen.
Nicht alle können dem Trend etwas abgewinnen. Unter jenen, die keinen Verzicht planen, geben 33 Prozent an, keinen echten Nutzen zu erkennen. Ein Viertel empfindet solche Vorsätze als künstlich oder rein symbolisch, 15 Prozent möchten sich bewusst nicht zusätzlich unter Druck setzen.
Warum Durchhalten schwerfällt
Gute Vorsätze sind schnell gefasst, im Alltag jedoch schwer umzusetzen. Für 51 Prozent ist es besonders schwierig, feste Tagesabläufe zu durchbrechen. Andere vermissen eine spürbare Belohnung oder die vertrauten Rituale, die mit bestimmten Gewohnheiten verbunden sind.
Gleichzeitig zeigt die Umfrage: Rund jede fünfte Person empfindet den Verzicht als wenig problematisch oder geht davon aus, gut damit zurechtzukommen.
Spürbare Effekte bei denen, die dranbleiben
Wer den Januar konsequent nutzt und ungesunde Gewohnheiten durch sinnvollere Alternativen ersetzt, berichtet häufig von klaren Vorteilen. 67 Prozent fühlen sich energiegeladener und konzentrierter, 65 Prozent schlafen besser und erleben mehr innere Ausgeglichenheit.
Fast die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass der zeitlich begrenzte Verzicht auch langfristig wirkt – und das eigene Verhalten über den Januar hinaus positiv beeinflusst.
Die Diskussion über bewussten Verzicht betrifft nicht nur den Einzelnen, sondern rückt auch strukturelle Fragen im Gesundheitssystem stärker in den Fokus.

