Brigitte Bardot ist gestorben – eine der bekanntesten Schauspielerinnen des französischen Kinos des 20. Jahrhunderts. Sie wurde 91 Jahre alt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf The Guardian. Ihr Name war jahrzehntelang mit einem neuen Bild von Weiblichkeit im Kino verbunden und später mit einem lauten und konsequenten Einsatz für die Rechte der Tiere.
Der Film, der sie weltweit bekannt machte
Die Karriere von Brigitte Bardot nahm nach dem Erscheinen des Films Und Gott schuf die Frau rasant Fahrt auf. Der Film wurde von Regisseur Roger Vadim gedreht, der zu diesem Zeitpunkt ihr Ehemann war.
Die Rolle der Juliette Hardy machte Bardot zu einem internationalen Star. Sie sah anders aus, verhielt sich anders und passte nicht in die gewohnten Muster des Publikums. Genau das war ihr Erfolgsrezept.
Sexsymbol ohne den Wunsch, ein Idol zu sein
In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde Bardot zum wichtigsten Sexsymbol Frankreichs und zu einer der bekanntesten Frauen der Welt. Gleichzeitig setzte ihr die öffentliche Aufmerksamkeit zunehmend zu.
Anfang der 1970er-Jahre zog sich die Schauspielerin schrittweise von den Dreharbeiten zurück und verließ 1973 endgültig das Kino nach dem Film Die sehr gute und lustige Geschichte von Colinot. Sie war 39 Jahre alt und hatte nicht vor, zurückzukehren.
Paris, Ballett und das erste Titelblatt
Brigitte Bardot wurde am 28. September 1934 in Paris in eine wohlhabende katholische Familie geboren. In ihrer Kindheit widmete sie sich intensiv dem Tanz und studierte am Pariser Konservatorium.
Ihre Modelkarriere begann früh. 1950 erschien sie im Alter von 15 Jahren auf dem Cover der Zeitschrift Elle. Kurz darauf folgten die ersten Filmangebote sowie die Bekanntschaft mit Roger Vadim.
Rollen, die Filmgeschichte schrieben

Anfang der 1960er-Jahre war Bardot eine der gefragtesten Schauspielerinnen des französischen und europäischen Kinos. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Die Wahrheit, der für den Oscar nominiert war, Das Privatleben sowie Die Verachtung von Jean-Luc Godard.
Sie wirkte auch in kommerzielleren Projekten mit – darunter die Komödie Viva Maria! und der Western Shalako. Dies festigte ihren Status nicht nur als Ikone, sondern auch als ernsthafte Schauspielerin.
Leben nach dem Kino und Einsatz für Tiere

Nach ihrem Rückzug von der Leinwand widmete sich Bardot vollständig dem Tierschutz. 1977 beteiligte sie sich an Protesten gegen die Robbenjagd und gründete später ihre eigene Stiftung.
Diese Arbeit verschaffte ihr ein neues Image – weniger glamourös, aber nicht weniger kontrovers. Ihre Aussagen lösten häufig Debatten aus, doch sie blieb ihrem eingeschlagenen Weg treu.
Privatleben

Brigitte Bardot war viermal verheiratet. Zu ihren Ehemännern zählten der Regisseur Roger Vadim, der Schauspieler Jacques Charrier, mit dem sie einen Sohn bekam, der Fotograf und Schriftsteller Gunter Sachs sowie der Politiker Bernard d’Ormale.
Ihr Leben abseits der Kamera war komplex und widersprüchlich – ebenso wie der Weg einer Frau, die sich nicht mit der Rolle eines Symbols zufriedengeben wollte.
In diesem Jahr hat die Weltkultur eine weitere bekannte Persönlichkeit verloren – Chris Rea.

