Ein verheerender Brand in einem Bar-Lokal im Skiort Crans-Montana hat in der Neujahrsnacht mindestens 40 Menschen das Leben gekostet, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf tagesschau.de. Nach Einschätzung der Schweizer Behörden könnte der Ausbruch des Feuers auf Tischfeuerwerk im Innenraum zurückzuführen sein.
Was nach bisherigem Stand den Brand ausgelöst hat
Die Ermittler gehen davon aus, dass sogenannte Partyfontänen die Ursache waren. Dabei handelt es sich um kleine Tischfeuerwerke, die häufig an Champagnerflaschen befestigt und während Feiern durch den Raum getragen werden. Nach ersten Erkenntnissen kamen diese Pyroeffekte der Decke zu nahe.
Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, erklärte, dass Videoaufnahmen und Zeugenaussagen diese Annahme stützen. Gleichzeitig betonte sie, dass es sich noch um eine Arbeitshypothese handelt, die weiter überprüft wird.
Warum sich das Feuer so schnell ausbreitete
Ein weiterer Fokus der Ermittlungen liegt auf der Akustikschaum-Verkleidung an der Decke des Lokals. Nach derzeitiger Einschätzung könnte dieses Material das rasche Übergreifen der Flammen begünstigt haben. Ob der verbaute Schaum den geltenden Brandschutzvorschriften entsprach, ist Teil der laufenden Untersuchungen.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dazu keine abschließende Bewertung. Die Staatsanwaltschaft macht deutlich, dass erst die technischen Gutachten Klarheit bringen werden.
Mögliche strafrechtliche Konsequenzen
Le début de l incendie en Crans-Montana en Suisse c'est triste….. pic.twitter.com/So4kKQNNId
— LObservateurSilencieux (@LeSilencieuxO) January 1, 2026
Die Behörden prüfen, ob ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird. Das käme in Betracht, falls eine persönliche Verantwortung lebender Beteiligter festgestellt werden kann, etwa im Zusammenhang mit der Nutzung von Pyrotechnik in geschlossenen Räumen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind solche Feuerwerksartikel frei erhältlich. Dennoch soll geklärt werden, ob ihr Einsatz in Innenräumen wie Bars oder Clubs zulässig ist und ob Sicherheitsauflagen missachtet wurden.
Tote und Verletzte: aktueller Stand
Bei dem Brand kamen mindestens 40 Menschen ums Leben, viele von ihnen jung. Insgesamt wurden 119 Personen verletzt, 113 konnten bislang identifiziert werden. Unter ihnen sind 71 Schweizer Staatsangehörige, 14 Franzosen und 11 Italiener.
Deutsche Staatsbürger befinden sich nach aktuellem Stand nicht unter den identifizierten Verletzten. Zahlreiche Betroffene erlitten schwere Verbrennungen und wurden zur weiteren Behandlung in spezialisierte Kliniken im Ausland verlegt.
Identifizierung der Opfer läuft weiter
Die Identifizierung der Todesopfer hat für die Polizei weiterhin oberste Priorität. Der Walliser Polizeikommandant Frédéric Gissler erklärte, dass intensiv daran gearbeitet werde. Der Leiter der Kriminalpolizei, Pierre-Antoine Lengen, ergänzte, dass dabei unter anderem DNA-Proben eingesetzt werden.
Wie sich die Ereignisse in der Bar abspielten
Das Feuer brach gegen 1:30 Uhr in der Neujahrsnacht in der Bar Le Constellation aus. Nach Angaben der Ermittler kam es nach dem Entzünden rasch zu einer Feuerwalze, gefolgt von einer oder mehreren Explosionen.
Diese ersten Momente gelten als entscheidend für das Ausmaß der Katastrophe. Die Ermittlungen dauern an, weitere Ergebnisse sollen veröffentlicht werden, sobald sie gesichert sind.
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