Valve betritt überraschend das Terrain der großen Konsolen – und die Steam Machine wirkt wie der mutigste Versuch des Unternehmens in den letzten Jahren. Das Gerät hat gute Chancen, PlayStation und Xbox Konkurrenz zu machen, doch die Gaming-Welt ist ein Feld, in dem Zahlen nicht immer den Sieg garantieren, berichtet osteopathisch-leben.de.
Die Steam Machine ist keine klassische Konsole, sondern eher ein kompakter PC, der speziell für das Spielen im Wohnzimmer entwickelt wurde. Valve setzt vor allem auf eine neue Architektur, separaten Videospeicher und eine hohe Prozessortaktung – Eigenschaften, die das Gerät bereits jetzt von der Konkurrenz abheben.
Gleichzeitig wurde das Modell noch nicht in realen Projekten getestet, weshalb das Interesse daran vor allem durch die technischen Daten angeheizt wird.
Notebookcheck analysierte die „rohe“ Konfiguration der Neuheit und verglich sie mit Xbox Series X, PlayStation 5 und Steam Deck OLED – und die Ergebnisse fielen gemischt aus.
Hardware-Vergleich: Wo die Steam Machine stark ist – und wo sie zurückliegt

Prozessor
- Steam Machine: 6 Kerne Zen 4, 4,8 GHz, 30 W
- PS5: 8 Kerne Zen 2, 3,5 GHz
- Xbox Series X: 8 Kerne Zen 2, 3,8 GHz
- Steam Deck OLED: 4 Kerne Zen 2, 3,5 GHz
Die Steam Machine erhält eine neuere Architektur und höhere Taktraten, aber die Anzahl der Kerne ist geringer als bei PS5 und Xbox. Das ist ein möglicher Kompromiss, den erst Tests klären werden.
Grafik
- Steam Machine: RDNA 3, 28 CU, 2,45 GHz, 8,9 TFLOPS
- PS5: RDNA 2, 36 CU, 10,28 TFLOPS
- Xbox Series X: RDNA 2, 52 CU, 12,15 TFLOPS
- Steam Deck OLED: 8 CU, 1,6 TFLOPS
Die Architektur ist neuer und die Taktraten höher, aber die Anzahl der Recheneinheiten ist sogar geringer als bei der PS5 – ganz zu schweigen von der Xbox. In „rohen“ Teraflops verliert die Steam Machine.
Arbeitsspeicher
- Steam Machine: 16 GB DDR5 + 8 GB GDDR6 VRAM
- Konsolen: 16 GB GDDR6 gemeinsamer Speicher
Getrennter Videospeicher ist tatsächlich ein großer Vorteil der Steam Machine. Er sorgt für stabilere Bildraten in anspruchsvollen Szenen und kann die geringere Anzahl an CU teilweise kompensieren.
Speicher und weiteres
- Steam Machine: 512 GB / 2 TB
- PS5: 825 GB / 1 TB
- Xbox Series X: 1 TB
- Deck OLED: 256–512 GB
- Unterstützung von microSD, Wi-Fi 6E und kompakte Maße von 152×162×156 mm.
Wie sieht das in der Realität aus: Gewinner oder Kompromiss?
Der Vergleich „nackter“ Spezifikationen ist immer relativ, besonders wenn eines der Geräte noch nicht in Spielen getestet wurde. Die Leistung hängt von der Optimisierung des Betriebssystems, Treibern, FSR-Funktionalität und der Unterstützung von Upscaling-Technologien ab.
Wahrscheinlich bleiben die von Valve versprochenen 4K/60 FPS ohne FSR nur Theorie. Mit klugen Einstellungen könnte die Steam Machine jedoch an die PS5 herankommen – auch wenn sie die Xbox Series X nicht erreichen wird.
Valve hat noch einen weiteren Vorteil – Flexibilität. Im Gegensatz zu Sony und Microsoft kann das Unternehmen seine „Maschine“ häufiger aktualisieren, ohne Jahre auf eine neue Generation warten zu müssen.
Vor dem Hintergrund des steigenden Interesses an neuen Plattformen könnte es für Spieler nützlich sein zu erwähnen, dass Activision die Veröffentlichung von Black Ops 7 in der Ukraine am 14. November angekündigt hat – Spieler erhalten eine überarbeitete Kampagne und einen Multiplayer-Modus.

