Zu Beginn des Jahres sinken in Deutschland für viele Haushalte die Stromrechnungen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Der Grund ist eine staatliche Entlastung bei den Netzentgelten, auch wenn nicht alle Regionen davon gleichermaßen profitieren.
Warum sich die Strompreise jetzt verändern
Ab Januar greift eine milliardenschwere Subvention des Bundes, die einen Teil der Kosten für die Nutzung der Stromnetze abfedert. Diese Netzentgelte machten bislang einen erheblichen Anteil am Strompreis aus und belasteten private Haushalte spürbar. Nun übernimmt der Staat einen Teil dieser Last.
Der Energiedienstleister ene’t hat untersucht, wie sich diese Entlastung konkret auf die Tarife der Grundversorger auswirkt. Im Fokus stand dabei die Frage, ob die Einsparungen tatsächlich bei den Kundinnen und Kunden ankommen oder ob sie nur begrenzt weitergegeben werden.
Wo Strom tatsächlich günstiger wird
Die Analyse zeigt ein klares Bild: In fast ganz Deutschland sinken die Preise. In 8.847 von mehr als 9.000 Postleitzahlgebieten gehen die Stromtarife im Rahmen der Grundversorgung zurück. Für die meisten Haushalte bedeutet das spürbar niedrigere Abschläge.
Gleichzeitig bleiben andere Kostenbestandteile, etwa für Beschaffung und Verteilung, weiterhin hoch. Trotz dieser Belastungen reicht die Senkung der Netzentgelte aus, um den Gesamtpreis in vielen Regionen deutlich zu drücken.
Wie viel Haushalte sparen können

Ein Einpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 1.500 Kilowattstunden spart im Schnitt 6,23 Prozent. Das entspricht etwa 582,89 Euro pro Jahr und macht sich im Haushaltsbudget klar bemerkbar.
Bei einem typischen Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden fällt die Entlastung noch stärker aus. Hier sinkt die Jahresrechnung im Durchschnitt um 8,18 Prozent oder rund 1.313,35 Euro. Für viele Familien ist das eine spürbare finanzielle Erleichterung.
Regionen mit besonders starkem Preisrückgang
Bundesweit liegt der durchschnittliche Rückgang der Strompreise bei rund 14 Prozent. In einzelnen Regionen fällt er sogar noch höher aus und nähert sich der Marke von 20 Prozent.
Besonders stark profitieren Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet von E.ON. In Marienheide in Nordrhein-Westfalen sinken die Preise um 33,53 Prozent. In Lohfelden in Hessen beträgt das Minus 25,67 Prozent, in Wittorf in Niedersachsen 24,54 Prozent.
Wo Strom teurer wird
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gibt es auch Ausnahmen. In Narndorf in Niedersachsen müssen Kundinnen und Kunden des Versorgers EV Dahlenburg-Bleckede im kommenden Jahr 18,51 Prozent mehr zahlen, obwohl auch dort die Netzentgelte sinken.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Traunstein in Bayern. Dort steigen die Strompreise um 11,44 Prozent. Diese Entwicklung hebt sich deutlich vom bundesweiten Trend ab und sorgt vor Ort für Unmut.
Welche Faktoren zusätzlich eine Rolle spielen
Nach Einschätzung von ene’t wirkt sich die staatliche Entlastung erstmals flächendeckend auf die Stromtarife in ganz Deutschland aus. Verstärkt wird dieser Effekt durch niedrigere Großhandelspreise und geringere Beschaffungskosten für die Energieversorger.
Hinzu kommt der wachsende Anteil erneuerbarer Energien. Er trägt dazu bei, den Markt zu stabilisieren und extreme Preisschwankungen künftig abzufedern, auch wenn die Lage an den Energiemärkten angespannt bleibt.
Wer seine Stromkosten senkt, sollte auch beim Heizen genauer hinschauen denn gerade im Winter treiben typische Fehler die Ausgaben schnell in die Höhe.

