Richard Branson hat den Tod seiner Frau Joan öffentlich gemacht – eines Menschen, der über Jahrzehnte an seiner Seite blieb, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online.de. Ihr plötzlicher Abschied erschütterte die Familie und rief unzählige Erinnerungen wach.
Ihre Beziehung war ein Beispiel dafür, wie tief Verbundenheit über Jahrzehnte bestehen kann. Joan Branson, die Ehefrau des Virgin-Group-Gründers, starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren. Richard Branson bestätigte die Nachricht selbst und machte deutlich, wie überraschend dieser Verlust für alle war. Zunächst hielt sich der 75-Jährige mit Einzelheiten zurück, da der Schock noch zu groß war.
Am Tag darauf veröffentlichte er eine ausführliche Erklärung auf Instagram. Darin sprach er nicht nur über die Hintergründe ihres Todes, sondern auch über die Momente, die ihnen letztmals vergönnt waren. Er berichtete, dass er sich bei einem Fahrradunfall in Indien die Schulter verletzt hatte, während Joan in England wegen einer Rückenverletzung behandelt wurde. Durch einen außergewöhnlichen Zufall befanden sich beide plötzlich im selben Krankenhaus – ihre Zimmer lagen direkt nebeneinander.
Branson erinnerte sich mit Wärme daran, wie sie über diese Situation lachten und sich fühlten „wie Teenager, frisch verliebt“, die sich nach kurzer Trennung wiederfinden. Sogar die Krankenhausflure wirkten für sie in diesen Tagen wie vertraute Wege voller kleiner, stiller Rituale.
Am Tag ihres Todes aßen sie gemeinsam zu Mittag. Laut Branson war Joan gut gelaunt, wirkte stärker und machte Fortschritte. Doch nur wenige Stunden später änderte sich alles. Ihr Tod kam unerwartet – schnell und ohne Schmerzen. Für ihn bleibt ein einziger Trost: „Ich war bei ihr. Und wir waren zusammen – das bedeutet uns allen sehr viel.“
Der Unternehmer verbringt nun Zeit mit seinen Kindern, Holly und Sam. Die Familie versucht, den Schmerz zu teilen und sich auf das Licht zu konzentrieren, das Joan in ihr Leben brachte. Laut Branson gibt es unendlich viele schöne Erinnerungen, die zu einem eigenen Schatz geworden sind.
Kennengelernt hatten sie sich 1976. Branson sprach oft davon, dass es „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen sei. 13 Jahre später heirateten sie, und schon davor waren sie Eltern geworden: Tochter Holly kam 1981 zur Welt, Sohn Sam 1985. Im kommenden Jahr hätten sie ihr 50-jähriges Kennenlernen gefeiert – ein halbes Jahrhundert Partnerschaft.
Branson beschrieb Joan immer als außergewöhnliche Frau: stark, bodenständig, klug und mit einer Haltung, die sich nie von oberflächlichen Einflüssen leiten ließ. Für ihn war sie „mein Fels, meine beste Freundin, mein Kompass“, wie er in seinem ersten Posting nach ihrem Tod schrieb. Auf Instagram teilte er oft persönliche Fotos mit ihr – zuletzt vor einigen Monaten zu ihrem 80. Geburtstag. Damals bedankte er sich mit berührenden Worten: „Danke, dass du immer an meiner Seite warst – in Höhen, Tiefen und all den stillen, friedlichen Momenten dazwischen. Diese Augenblicke bedeuten mir am meisten. Und ich liebe dich jedes Jahr ein bisschen mehr.“
Die Geschichte von Richard und Joan Branson zeigt, wie zerbrechlich selbst lange gewachsene Bindungen sein können, was auch ein Blick auf den tödlichen Vorfall in Bexbach erneut bewusst macht.

