Morgen, am 23. Oktober, ehrt die orthodoxe Kirche das Andenken an den heiligen Apostel Jakobus. Er war der Sohn von Zebedäus und Salome, und sein Bruder war Johannes, der zukünftige Autor des Evangeliums und des Buches der Offenbarung. Historikern zufolge stammte Jakobus‘ Familie aus Galiläa und war wahrscheinlich am Fischfang am Ufer des Sees Genezareth tätig, berichtet osteopathisch-leben.de.
Leben und Wirken des Apostels

Vor der Berufung durch Jesus arbeiteten Jakobus und sein Bruder Johannes als Fischer. Als Christus ihnen vorschlug, „Menschenfänger“ zu werden, verließen sie ihren Vater und die Boote und folgten ihm. Im Neuen Testament wird Jakobus häufig zusammen mit Petrus und Johannes als einer der engsten Jünger Christi erwähnt.
Jakobus zeichnete sich durch Mut und Entschlossenheit aus. Man nannte ihn manchmal „Donnersohn“ wegen seines feurigen Temperaments. Überlieferungen zufolge predigte der Apostel in verschiedenen Ländern, darunter Spanien, Ägypten und auf der Iberischen Halbinsel, wobei seine Tätigkeit am wahrscheinlichsten in Judäa stattfand. Jakobus’ Hauptziel war die Verbreitung des Christentums unter den Juden.
Leider endete sein Wirken tragisch: Laut dem Neuen Testament (Apostelgeschichte 12,1–2) wurde Jakobus um das Jahr 44 von König Herodes Agrippa I. hingerichtet. Er war der erste Apostel, der wegen seines Glaubens litt, und wurde später als Märtyrer anerkannt.
Was man am 23. Oktober vermeiden sollte
Volksglauben zufolge sollte man an diesem Tag Schulden vermeiden – geliehenes Geld bringt kein Glück. Es wird nicht empfohlen, Konflikte mit Angehörigen auszutragen oder Streitigkeiten zu klären. Wichtige Angelegenheiten und Pläne sollten verschoben werden, da sie möglicherweise nicht erfolgreich sein werden.
Was man am 23. Oktober tun kann
In Gebeten bittet man den heiligen Jakobus um Weisheit, inneren Frieden und Klarheit der Gedanken. Er wird als Schutzpatron der Pilger und Imker verehrt, weshalb man ihn um eine reiche Honigernte bittet.
Früher beendeten die Imker am 23. Oktober die Vorbereitung der Bienenstöcke für die Winterruhe. Es galt als gesund, einen Löffel Honig zu essen, um die Gesundheit zu stärken und Wohlstand in die Familie zu bringen.
Wir erinnern an das Material zum Thema: Kirchenfeiertag 22. Oktober: Zu wem beten Gläubige und was sollte man nicht tun

