Ein geplanter Familienurlaub zwischen Hamburg und Istanbul hat sich zu einer Tragödie entwickelt: Nachdem bereits die Mutter und ihre beiden Kinder verstorben waren, ist nun auch der Vater ums Leben gekommen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf spiegel. Bestätigt wurde dies vom Leiter der Gesundheitsbehörde in Istanbul, Abdullah Emre Güner, der die Nachricht in einer Liveschalte auf X öffentlich machte.
Die Mutter und ihre zwei Kinder waren bereits in der vergangenen Woche gestorben, während der Vater zunächst noch um sein Leben kämpfte. Der Mann, der jedes Jahr aus Hamburg nach Istanbul reiste, um dort die Ferien zu verbringen, wurde mehrere Tage intensivmedizinisch betreut. Trotz aller Bemühungen der Ärzte steht nun fest, dass auch er nicht aus dieser Reise zurückkehren wird – ein Umstand, der dem Fall zusätzliche Schwere verleiht und landesweit für Bestürzung sorgt.
Die genaue Todesursache bleibt weiterhin ungeklärt, doch Ermittler verfolgen vor allem die Spur einer möglichen Lebensmittelvergiftung, möglicherweise ausgelöst durch Straßenessen. Die zeitliche Abfolge der Erkrankungen sowie erste medizinische Einschätzungen passen zu typischen Symptomen schwerer Vergiftungen. Dennoch schließen die Behörden alternative Ursachen nicht aus, da mehrere Faktoren zu dem dramatischen Verlauf beigetragen haben könnten.
Konkrete Beweise liegen bislang nicht vor. Die Staatsanwaltschaft hat die kulinarische Route der Familie minutiös rekonstruiert – vom Kebap-Restaurant neben dem Hotel bis hin zu einem Straßenstand, an dem sie offenbar Muscheln gekauft hatten. Keine dieser Stationen führte bisher zu einem eindeutigen Ergebnis. Dennoch hat die Polizei inzwischen elf Verdächtige festgenommen, von denen acht noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt werden sollten.
Unter den drei jüngsten Festnahmen befinden sich zwei Hotelangestellte sowie ein Mitarbeiter einer Schädlingsbekämpfungsfirma. Das Hotel selbst stand bereits zuvor im Fokus, nachdem zwei weitere Gäste über Übelkeit und Erbrechen klagten und medizinische Hilfe benötigten, auch wenn ihr Zustand nicht lebensbedrohlich war. In der Folge wurde das Gebäude evakuiert und versiegelt; zudem soll ein Zimmer, wie lokale Medien berichten, mit Pestiziden behandelt worden sein.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich auch ein Blick auf einen weiteren Vorfall in Istanbul, der thematisch eng damit verbunden ist.

