Am Montagvormittag stiegen norwegische F-35-Kampfjets im Rahmen eines Quick Reaction Alert (QRA) auf, nachdem ein unbekanntes Flugzeug über der Barentssee entdeckt worden war, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf newsukraine.rbc.ua . Kurz darauf bestätigte das norwegische Luftwaffenkommando, dass es sich dabei um ein russisches Aufklärungsflugzeug vom Typ Il-20 handelte.
Laut dem lokalen Nachrichtenportal Altaposten hörten Bewohner der Stadt Alta gegen 11:18 Uhr zwei laute Explosionen. Viele berichteten, dass Fenster und Häuser im Stadtzentrum zitterten. Der Grund war bald bekannt: Die F-35-Jets hatten beim Überflug über den Norden Norwegens die Schallmauer durchbrochen.
Major Stian Roen, Pressesprecher der norwegischen Luftwaffe, bestätigte den Vorfall gegenüber den Medien:
„Ich kann bestätigen, dass zwei F-35 im Einsatz waren, und dass die Explosionen beim Überschreiten der Schallgeschwindigkeit entstanden. Weitere Details können wir derzeit nicht nennen.“
Routineeinsatz in internationalem Luftraum
Später teilte das norwegische Luftwaffenkommando mit, dass der Einsatz Teil einer Routine-Abfangmission gewesen sei. Das russische Flugzeug wurde nördlich von Finnmark in internationalem Luftraum identifiziert. „Es gab keine gefährlichen Situationen oder Zwischenfälle“, hieß es in der offiziellen Mitteilung.
Die Il-20, auch unter dem NATO-Codenamen „Coot-A“ bekannt, wird von Russland häufig für elektronische Aufklärung und Signalüberwachung eingesetzt. Solche Flüge in der Nähe des NATO-Luftraums sind in den letzten Jahren häufiger geworden.

In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu ähnlichen Zwischenfällen mit russischen Flugzeugen in Nordeuropa. Im September überflogen drei russische MiG-31-Jets kurzzeitig den estnischen Luftraum, was zu einer Protestnote der Regierung in Tallinn führte. Diese Flugzeuge sind in der Lage, hyperschallfähige Kinschal-Raketen zu tragen.
Militärexperten sehen in solchen Einsätzen ein Zeichen wachsender Spannungen zwischen Russland und der NATO. Norwegen, das im hohen Norden an Russland grenzt, spielt dabei eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des arktischen Luftraums.
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