Der Fünf-Sterne-Usedom Palace in Zinnowitz hat nach 125 Jahren seinen Betrieb eingestellt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Für das Ostseebad endet damit eine Ära – das markante Gebäude mit seinen Türmen, das man schon von weitem erkannte, empfängt keine Gäste mehr.
Ein Hotel, das Stars anzog
Das Haus wurde 1900 als Schwabe’s Hotel eröffnet und galt lange als die erste Adresse am Ort. Obwohl die Leitung stets strengste Diskretion pflegte, sind einige prominente Namen aus lokalen Chroniken bekannt. Unter den Gästen waren Roman Polanski, Pierce Brosnan und Ewan McGregor – das Hotel brachte immer wieder einen Hauch Hollywood auf die Insel.
Was aus dem Gebäude wird

Der Eigentümer, Priedom Grundbesitz GmbH, lässt das Haus abreißen und errichtet an seiner Stelle 21 exklusive Ferienapartments.
Der historische spätklassizistische Fassadenblick mit den Türmen soll jedoch erhalten bleiben, damit Zinnowitz sein vertrautes Erscheinungsbild nicht verliert.
Warum das Hotel schließen musste

Geschäftsführer Carsten Balke sprach von einer schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Hotellerie. Die Ergebnisse seien seit Jahren rückläufig gewesen. Man habe den Schritt bewusst früh gewählt, bevor die Situation kritisch geworden wäre. Für das Team war die Entscheidung emotional – dennoch haben bereits 20 Mitarbeitende neue Jobs gefunden oder konkrete Angebote auf dem Tisch.
Was die Insel verliert
Mit dem Aus des Usedom Palace verschwindet einer der letzten beiden Fünf-Sterne-Betriebe der Insel. Dehoga-Landeschef Lars Schwarz nennt es „den Verlust eines Flaggschiffes“ für die regionale Tourismusbranche.
Der Standard eines Fünf-Sterne-Hauses umfasste rund um die Uhr besetzte Rezeption, täglichen Restaurantbetrieb, Concierge-Service, Room-Service und hochwertige Zimmerausstattung. In ganz Deutschland gibt es nur etwa 120 Hotels dieser Kategorie.
Während auf Usedom ein Stück Hotelgeschichte zu Ende geht, richtet sich der Blick in den USA auf den Glyphosat-Streit von Bayer, den der Supreme Court nach Empfehlung der Regierung nun erneut unter die Lupe nimmt.

