Eine Chanukka-Feier am berühmten Bondi Beach in Sydney ist am Sonntag, dem 14. Dezember, in einer Tragödie geendet, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf dw.com. Während einer öffentlichen Veranstaltung der jüdischen Gemeinde eröffneten bewaffnete Täter das Feuer. Mindestens 11 Menschen kamen ums Leben.
Was bisher bekannt ist
Nach Angaben der Polizei des Bundesstaates New South Wales waren zwei bewaffnete Angreifer an der Tat beteiligt. Einer von ihnen wurde noch am Tatort erschossen, der zweite erlitt schwere Verletzungen und befindet sich in kritischem Zustand. Er wird unter Bewachung medizinisch versorgt.
Insgesamt wurden 29 Menschen verletzt, darunter auch Polizeibeamte, die als Erste am Einsatzort eintrafen. Der Bereich rund um den Bondi Beach wurde weiträumig abgesperrt, der öffentliche Verkehr teilweise eingestellt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Landesregierung: gezielter Terror gegen jüdische Gemeinde

Der Premierminister von New South Wales, Chris Minns, sprach offen von einem Terroranschlag. Nach seinen Worten richtete sich die Tat gezielt gegen die jüdische Gemeinschaft Sydneys, die sich zum ersten Abend von Chanukka versammelt hatte.
„Was ein Abend des Friedens, der Familie und der Freude sein sollte, wurde durch einen grausamen Akt des Bösen zerstört“, sagte Minns vor Journalisten. Die Behörden gehen derzeit von einem ideologisch motivierten Angriff aus.
Veranstaltung verlief zunächst friedlich

Alex Rivchin, Co-Vorsitzender des Executive Council of Australian Jewry, bestätigte gegenüber Sky News, dass die Schüsse während der offiziellen Chanukka-Veranstaltung fielen. Die Teilnehmenden hatten sich versammelt, um gemeinsam die erste Kerze zu entzünden.
Der Angriff habe die Gemeinde tief erschüttert und die Sicherheitslage für religiöse Veranstaltungen in Australien erneut in den Fokus gerückt, betonte Rivchin.
Reaktion der Bundesregierung

Australiens Premierminister Anthony Albanese zeigte sich bestürzt über die Ereignisse. Die Szenen vom Bondi Beach seien schockierend und zutiefst beunruhigend, erklärte er in einer Stellungnahme.
Albanese stand bereits in Kontakt mit dem Polizeikommissar sowie den Behörden von New South Wales. Die Bundesregierung sicherte volle Unterstützung bei den Ermittlungen und der Betreuung der Opfer zu.
Kritik und Appelle aus Israel
Auch international sorgte der Angriff für scharfe Reaktionen. Israels Präsident Izchak Herzog verurteilte die Tat und rief Australien dazu auf, entschlossener gegen den wachsenden Antisemitismus im Land vorzugehen.
Außenminister Gideon Sa’ar übte deutliche Kritik an der australischen Regierung. Er erklärte, der Anschlag sei eine Folge antisemitischer Demonstrationen und Hetze der vergangenen zwei Jahre. Australien habe zahlreiche Warnsignale erhalten und müsse nun konsequent handeln.
Der Angriff in Sydney rückt die Sicherheitslage bei Großveranstaltungen in den Fokus, nachdem in Bayern fünf Verdächtige wegen einer geplanten Attacke auf einen Weihnachtsmarkt festgenommen wurden.

