Moskau beschleunigt die Arbeiten an der ballistischen Mittelstreckenrakete „Oreschnik“, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf Ukrinform. Dabei geht es nicht nur um den Start der Serienproduktion, sondern auch um die Modernisierung der Rakete mit Fokus auf den Gefechtskopf, insbesondere in der nuklearen Variante.
Fokus auf Modernisierung und nukleares Potenzial
Der Leiter des ukrainischen Auslandsgeheimdienstes, Oleh Iwaschtschenko, bestätigte, dass Russland mehrere Richtungen für die Weiterentwicklung der Rakete „Oreschnik“ prüft. Das Hauptziel ist die Steigerung der Trefferwirkung und die Stärkung des Gefechtspotenzials, vor allem im Kontext einer nuklearen Bewaffnung.
Seinen Angaben zufolge hat dieses Programm für den Kreml eine besondere Bedeutung. Darauf weist die prioritäre Finanzierung aus dem russischen Nationalen Wohlstandsfonds hin, der üblicherweise für strategisch wichtige Projekte reserviert ist.
Wer an der Produktion beteiligt ist
Die Serienproduktion von „Oreschnik“ beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Werk. An dem Programm sind mehr als 50 Unternehmen des russischen militärisch-industriellen Komplexes beteiligt. Zu den wichtigsten Ausführenden zählen das Forschungsinstitut für Kommandoinstrumente, das Zentrale Forschungsinstitut für Schiffbaumaschinenbau, JSC „Kalugapribor“, das Gerätewerk „Kaskad“ in Krasnodar, JSC „Priboj“, das Forschungsinstitut „Soliton“ sowie das Forschungsinstitut für technische Systeme „Sinvent“.
Dieser Umfang der Kooperation deutet auf ernsthafte Produktionspläne und die Absicht hin, die Rakete in stabile Serienfertigung zu überführen.
Was über die Rakete selbst bekannt ist

„Oreschnik“ ist eine Modifikation der interkontinentalen ballistischen Rakete RS-24 „Jars“, deren Entwicklung bereits Anfang der 2000er-Jahre begann. Der grundlegende Unterschied liegt in der Konstruktion.
- „Oreschnik“ verfügt über ein zweistufiges Schema
- „Jars“ ist dreistufig aufgebaut
Gerade dieser Unterschied bestimmt eine andere Reichweite, Flugbahn und mögliche Einsatzszenarien der Mittelstreckenrakete.
Wird „Oreschnik“ in Belarus stationiert?
Ein gesonderter Aspekt ist die potenzielle Stationierung der Rakete „Oreschnik“ auf dem Territorium von Belarus. Russland und Belarus bauen bereits militärische Objekte aus, die für Startanlagen, Kommunikations- und Überwachungssysteme erforderlich sind. All diese Elemente werden in ein einheitliches Führungssystem integriert.
Gleichzeitig wird Minsk keinerlei Befugnisse hinsichtlich des Einsatzes der Rakete haben. Laut Oleh Iwaschtschenko bleibt selbst im Falle einer Stationierung von „Oreschnik“ in Belarus die Kontrolle ausschließlich bei den russischen strategischen Raketentruppen.
Warum der Kreml diese Stationierung anstrebt
Die Verlegung von „Oreschnik“ in die Nähe der Grenzen Europas hat einen klaren politischen Hintergrund. Moskau versucht, den Druck und die Einschüchterung europäischer Länder zu verstärken, indem es seine Bereitschaft zu weiterer Eskalation demonstriert. Parallel dazu bemüht sich Russland, die Verwundbarkeit dieser Rakete zu verringern, indem sie weiter von potenziellen Bedrohungen entfernt stationiert wird.
Im Kontext der Eskalation lohnt sich auch ein Blick auf den Drohnenangriff des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR auf die Krim am 10.–11. Dezember bei dem eine An-26 und zwei Luftabwehr-Radaranlagen zerstört wurden.

