Morgen, am 14. Oktober, gedenkt die orthodoxe Kirche der heiligen Paraskeva von Tirnow. Sie wurde in der Stadt Epivat, an der Grenze des heutigen Bulgariens und des Osmanischen Reiches, in einer frommen Familie geboren, berichtet osteopathisch-leben.de. Nach dem Tod ihrer Eltern widmete sich Paraskeva einem asketischen Leben und zeigte schon in ihrer Kindheit Barmherzigkeit: Sie half den Armen, verteilte Kleidung an Bedürftige und führte ein klösterliches Leben.
Sie unternahm Pilgerreisen nach Konstantinopel, wo sie im Tempel lebte und das Klosterleben annahm, und später verbrachte sie den Großteil ihres asketischen Lebens in der Wüste Jordaniens. Überlieferungen zufolge erschien ihr zwei Jahre vor ihrem Tod ein Engel und riet ihr, in ihre Heimat zurückzukehren. Nach ihrem Tod blieben ihre Reliquien unversehrt und waren durch zahlreiche wundersame Heilungen berühmt. Heute werden sie in der Kathedrale von Iași, Rumänien, aufbewahrt.

Heilige Märtyrer Nazarius, Celsus und andere
Am selben Tag ehrt die orthodoxe Kirche die heiligen Märtyrer Nazarius, Celsus und andere, deren Geschichte im 1. Jahrhundert während der Herrschaft der Kaiser Nero und Domitian beginnt. Nazarius wurde in Rom in einer frommen Familie geboren: sein Vater war Jude, seine Mutter Perpetua Christin, getauft durch den Apostel Petrus.
Schon in jungen Jahren widmete sich Nazarius dem Dienst Gottes, half den Armen und predigte das Evangelium. Er reiste durch Norditalien, insbesondere nach Mailand, wo er auf die Brüder Gervasius und Protasius traf, die bereits für ihren Glauben litten. Später zog Nazarius nach Gallien, wo er viele Heiden zum Christentum bekehrte, und nahm den Schüler Celsus auf, der sein Begleiter in der Predigt wurde.
Während einer seiner Reisen wurden Nazarius und Celsus verhaftet und Kaiser Nero übergeben. Nach Folterungen wurden sie aus Rom verbannt, setzten ihre Predigt in Genua fort, kehrten nach Mailand zurück, wo sie ein zweites Mal verhaftet und hingerichtet wurden.
Volkszeichen am 14. Oktober
- Blätter fallen schnell ab – der Winter wird streng und früh.
- Katzen und Hunde suchen warme Plätze – frostiges Wetter steht bevor.
- Feiner oder anhaltender Regen – der Winter wird mild und der Schnee kommt spät.
Was man am 14. Oktober nicht tun sollte
An diesem Tag raten die Volkszeichen davon ab, Hausarbeit zu verrichten: Wäsche waschen, nähen, sticken, bügeln und putzen ist verboten. Ebenso sollte man den Boden nicht bearbeiten: nichts graben, pflanzen oder im Garten arbeiten. Es wird auch nicht empfohlen, weite Reisen zu unternehmen, da die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns hoch ist.
Was man am 14. Oktober tun kann
Die heilige Paraskeva wird als Schutzpatronin der Frauen verehrt. Man wendet sich mit Gebeten an sie für Heilung von Seele und Körper, Genesung von Krankheiten und Verletzungen sowie Schutz vor schädlichen Leidenschaften und Versuchungen.

