Das Unternehmen Meta führt intensive Gespräche über die Übernahme des kalifornischen Startups Rivos, das sich auf die Entwicklung von KI-Chips auf RISC-V-Architektur spezialisiert, berichtet die Website osteopathisch-leben.de unter Berufung auf techradar.com. Ein möglicher Deal würde es Meta ermöglichen, das eigene MTIA-Chipprogramm zu stärken und die Abhängigkeit von Nvidia-Grafikbeschleunigern zu verringern, auf denen derzeit die meisten KI-Systeme des Unternehmens basieren.
Ziel der Rivos-Übernahme

Meta möchte die interne Halbleiterentwicklung stärken und mehr Kontrolle über die KI-Infrastruktur erlangen. Obwohl das Unternehmen bereits den eigenen Meta Training and Inference Accelerator (MTIA) besitzt, gibt es weiterhin Milliarden für Nvidia-GPUs aus. Diese Ausgaben steigen mit dem Umfang der KI-Projekte des Unternehmens, was die strategische Übernahme des Startups besonders relevant macht.
Warum Meta an Rivos interessiert ist
Die finanziellen Bedingungen des möglichen Deals werden derzeit nicht veröffentlicht. Bekannt ist, dass Rivos im April 2024 in einer Series-A-Runde 250 Millionen US-Dollar für die globale Expansion aufgenommen hat. Es wird erwartet, dass der Verkaufspreis mehrere hundert Millionen oder sogar bis zu einer Milliarde US-Dollar betragen könnte.
Beschleunigung der Chip-Entwicklung durch externe Teams
Wie Bloomberg berichtet, sind einige Meta-Führungskräfte unzufrieden mit dem langsamen Fortschritt der internen Chip-Entwicklung. Daher sucht das Unternehmen aktiv nach Möglichkeiten, den Prozess zu beschleunigen, unter anderem durch die Übernahme externer Ingenieurteams. Im Jahr 2024 versuchte Meta bereits, das südkoreanische Startup FuriosaAI für 800 Millionen US-Dollar zu erwerben – 300 Millionen mehr als dessen Bewertung – doch der Deal scheiterte aufgrund unterschiedlicher Pläne nach der Übernahme.
Rivos und Metas KI-Strategie
Das Startup Rivos könnte der Schlüssel sein, um die Entwicklung eigener RISC-V-Prozessoren, optimiert für KI-Berechnungen, zu beschleunigen. Dies entspricht vollständig der neuen Unternehmensstrategie: Nach dem Ende der „Metaverse“-Ära erklärte Mark Zuckerberg KI zur Hauptpriorität, für die bereits Dutzende Milliarden Dollar in Infrastruktur und Talentförderung investiert werden.

