Am Dienstag, den 28. Oktober 2025, traf Hurrikan „Melissa“ als Sturm der Kategorie 5 an der Südwestküste Jamaikas auf Land – hinsichtlich Druck und Windgeschwindigkeit war er damit mit den stärksten Hurrikanen in der Geschichte des Atlantikbeckens vergleichbar, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf washingtonpost. Es wird erwartet, dass das Auge des Sturms den westlichen Teil der Insel passiert, wo maximale Windböen von etwa 185 Meilen pro Stunde gemessen wurden. Bereits wenige Stunden nach dem Landfall hatte die Windgeschwindigkeit jedoch leicht nachgelassen und entsprach nun der Kategorie 4.

Durch das Unwetter kommt es in vielen Gebieten zu großflächigen Zerstörungen: Bäume und Strommasten stürzen um, Straßen sind überflutet, und die Internetverbindung ist teilweise unterbrochen. Der Stromnetzbetreiber meldete etwa 240.000 Kunden ohne Strom – das entspricht rund 35 % der Kunden des Unternehmens. Laut lokalen Behörden ist derzeit keine vollständige Schadensbewertung möglich, und die genaue Zahl der Opfer kann noch nicht bestätigt werden.
Behörden und Rettungsdienste warnten vor extrem schweren Folgen: Mögliche „vollständige Zerstörungen von Gebäuden“ in den Zonen mit den stärksten Winden sowie ein Sturmflutanstieg von 9–13 Fuß (ca. 3–4 Meter) in Küstengebieten. In tieferliegenden und bergigen Regionen werden starke Regenfälle erwartet – bis zu 40 Zoll in den Gebirgsregionen, was katastrophale Erdrutsche und großflächige Überschwemmungen auslösen könnte.
Lokale Krankenhäuser litten unter Überschwemmungen und starkem Wind: Einige Einrichtungen erlitten strukturelle Schäden und Stromausfälle – darunter das Krankenhaus in Black River, das nun ohne Dach und Stromversorgung ist. Das jamaikanische Gesundheitsministerium meldete mehrere Unfälle und Verletzungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf den Sturm: Stromausfälle und Stürze aus der Höhe beim Baumschnitt führten zu Verletzungen und nach vorläufigen Angaben zu einigen Todesfällen.
Auch in benachbarten Ländern wurden Folgen von „Melissa“ verzeichnet: In Haiti wurde bereits über Todesfälle und tausende Evakuierte aufgrund von Überschwemmungen und Zerstörungen berichtet. Nach dem Durchzug über Jamaika sollte der Sturm in Richtung Südost-Kuba weiterziehen, dann über die Bahamas in Richtung Bermuda; die Feuchtigkeitsaufnahme durch „Melissa“ könnte zudem Regenfälle und verstärkte Wettersysteme entlang der Ostküste der USA verursachen.
Internationale humanitäre Organisationen bereiteten Logistikmaßnahmen vor und lagerten Vorräte, doch ihre Möglichkeiten waren aufgrund beschädigter Infrastruktur und begrenzter Ressourcen in der Region eingeschränkt. Regierungen und Rettungsdienste riefen die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen, wobei sie auf die Ernsthaftigkeit der Gefahr für Leben und Eigentum hinwiesen.
Wir erinnern an das Material zum Thema: Unfall in Hamburg: Containerschiff prallt gegen Brücke, Verkehr gesperrt

