Der Heim-Weltcup der Skispringerinnen in Klingenthal bot Spannung, große Emotionen und eine stimmungsvolle Kulisse – Medaillen blieben für das deutsche Team jedoch außer Reichweite, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf sportschau.de. Am Ende entschieden wenige Meter und kleine Fehler im Finale über Top-Platzierungen oder Enttäuschung.
Klingenthal: Deutsche Springerinnen knapp am Podest vorbei
Auf der Vogtland Arena landeten zwei Athletinnen des DSV unter den besten Zehn und belegten die Ränge vier und fünf. Zum Sprung aufs Podest fehlten weniger als 2,5 Meter, was die enorme Leistungsdichte bei diesem Weltcup unterstrich. Die Hoffnung der Heimfans hielt bis zum Schluss, doch im entscheidenden Moment reichte es nicht ganz.
Katharina Schmid lag nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreich im Rennen, patzte jedoch im Finalsprung. Der Fehler kostete mehrere Plätze, am Ende rutschte sie aus den Top-Ten heraus.
Verzögerter Finaldurchgang und der vierte Saisonsieg von Prevc
Der Finaldurchgang begann mit Verzögerung, da es Probleme bei der Ergebniserfassung gab. Vor dem Start der letzten zehn Springerinnen zog sich die Pause spürbar in die Länge, was der Stimmung auf den Rängen jedoch keinen Abbruch tat.
Sportlich setzte sich Nika Prevc erneut durch. Die Slowenin feierte bereits ihren vierten Sieg in dieser Saison und gewann ein hochklassiges Duell gegen Japans Nozomi Maruyama.
- Maruyama: 134 und 135 Meter
- Prevc: 135 und 138 Meter
Diese wenigen zusätzlichen Meter machten letztlich den Unterschied an der Spitze aus.
Selina Freitag beste Deutsche
Aus deutscher Sicht überzeugte Selina Freitag am meisten. Nach 126 Metern im ersten Durchgang steigerte sie sich im Finale trotz verkürztem Anlauf auf starke 131 Meter. Zwischenzeitlich übernahm sie sogar die Führung und wurde von den heimischen Zuschauern lautstark gefeiert.
Agnes Reisch lag nach dem ersten Sprung mit 126,5 Metern sogar noch eine Position vor Freitag. Im Finale kam sie auf 127,5 Meter und beendete den Wettkampf direkt hinter ihrer Teamkollegin. Beide mussten sich jedoch der Norwegerin Anna Odine Strøm geschlagen geben, die sich den letzten Podestplatz sicherte.
Rückschläge für Schmid und Ärger bei Seifriedsberger
Katharina Schmid verlor im Finale deutlich an Boden. Mit Sprüngen auf 126 und 123,5 Meter fiel sie um sechs Plätze zurück und landete nur auf Rang 13 – ein enttäuschendes Ergebnis beim Heimweltcup.
Für Diskussionen sorgte erneut Juliane Seyfarth. Nach ihrer Disqualifikation am Vortag wegen der Flexibilität der Skispitze kehrte sie zurück und belegte Rang 22 (116,5 und 118,5 Meter). Die Entscheidung der Jury ließ sie jedoch nicht los. Am Freitag war sie zunächst 19. gewesen, später aber aus der Wertung genommen worden – wegen eines Abstands von lediglich einem Millimeter und eines Messgeräts, das im Team für Unverständnis sorgte.
Frühes Aus für Hollant
Anna Hollandt blieb als einzige der fünf deutschen Starterinnen ohne Finaleinzug. Ihr Sprung auf 115 Meter reichte nur für Platz 33, weniger als 1,5 Meter fehlten zum Weiterkommen.
Auch im Biathlon verlief das Wochenende für das deutsche Team ähnlich spannend, wie der Weltcup in Hochfilzen zeigte.

