In Pilsen hat die Polizei einem deutschen Fußballfan das Leben gerettet, nachdem er bewusstlos und in akuter Gefahr am Bahnsteig des Hauptbahnhofs gefunden wurde, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Der Mann war nach dem Europa-League-Spiel gegen Viktoria Pilsen unterwegs und befand sich in einer Situation, die tödlich hätte enden können, wenn der Zug sich in Bewegung gesetzt hätte.
Eine Streife entdeckte den Unterstützer des SC Freiburg am Rand des Gleises, wo er reglos und nicht ansprechbar lag. Sein Kopf befand sich gefährlich nahe zwischen Bahnsteigkante und Waggon, und auf seinem Gesicht waren deutliche Spuren einer Verletzung zu sehen. Die Beamten zogen ihn sofort aus der Gefahrenzone und alarmierten Rettungskräfte. Als der Notarzt eintraf, begann der Mann langsam wieder das Bewusstsein zu erlangen und konnte kurze Antworten geben.

Der Fan erklärte später, dass er nach dem Spiel den Anschluss verloren hatte. Er war zum Unterstützen seines Vereins nach Tschechien gereist, hatte jedoch nach dem Konsum größerer Mengen Alkohol die Orientierung verloren. In seiner Jacke fanden die Polizisten mehrere leere Bierbecher, und ein Atemtest ergab einen Wert von 2,6 Promille. Offenbar wollte er den enttäuschenden Spielverlauf „hinunterspülen“ und verlor dabei jede Kontrolle.
Durch die starke Alkoholisierung verlor er schließlich das Gleichgewicht auf dem Bahnsteig, stürzte und verletzte sich am Kopf. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf eine Straftat; der Vorfall gilt als tragischer Unfall ohne Beteiligung weiterer Personen. Der Mann wurde zur weiteren Behandlung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall in Pilsen reiht sich in eine Reihe weiterer Ereignisse ein, zu denen auch der bestätigte Polizeieinsatz nach einer Messerbedrohung auf dem Weimarer Weihnachtsmarkt am 1. Advent gehört.

