Eine technische Störung im Bahnnetz von Nordrhein-Westfalen hat am Dienstag den Zugverkehr zwischen zwei der wichtigsten Städte der Region massiv beeinträchtigt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf bild.de. Ein Defekt an der Oberleitung legte die Hauptstrecke zwischen Köln und Düsseldorf lahm und führte zu erheblichen Verzögerungen im regionalen Bahnverkehr. Die Auswirkungen waren bereits kurz nach Bekanntwerden der Störung deutlich spürbar.
Besonders stark betroffen war der Regionalexpress RE1, der auf dieser Verbindung unterwegs ist und von National Express betrieben wird. Der Zug kam im Süden von Düsseldorf zum Stillstand und konnte erst nach mehreren Stunden geräumt werden. Nach Angaben eines Bahnsprechers gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mussten zunächst umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen an der Oberleitung durchgeführt werden, bevor weitere Schritte möglich waren.
Rund 500 Fahrgäste harrten währenddessen in einem überfüllten Zug aus. Erst nachdem die defekte Oberleitung abgeschaltet und geerdet worden war, konnten Busse zur Evakuierung der Passagiere an den Einsatzort gebracht werden. Die lange Wartezeit stellte für viele Reisende eine erhebliche Belastung dar und machte die Dimension der Störung deutlich.
Die Reparatur der Oberleitung wird nach Einschätzung der Bahn noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen, weshalb mit weiteren Verspätungen zu rechnen ist. Züge aus Richtung Köln werden vorübergehend über Opladen umgeleitet, Verbindungen aus Duisburg fahren ohne Halt durch Düsseldorf. Zusätzlich kommt es zu Ausfällen im Nahverkehr, was die Situation auf den ohnehin stark frequentierten Strecken weiter verschärft.
Vor dem Hintergrund zunehmender Zwischenfälle im Alpenraum rückt auch ein tragisches Lawinenunglück in Tirol in den Fokus, bei dem ein 19-jähriger Deutscher ums Leben kam.

