Der Preisstreit um Schokolade der Marke Milka geht in eine neue Runde. Große Discounter senken die Preise erneut – und diesmal setzt Aldi ein klares Ausrufezeichen, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf web.de. Für Verbraucher bedeutet das spürbare Entlastung, für den Handel eine weitere Zuspitzung des Wettbewerbs kurz vor dem Weihnachtsgeschäft.
Aldi senkt Milka-Preis drastisch
Ab Montag, dem 15. Dezember, verkauft Aldi den klassischen Milka-Schokoladenriegel für nur 0,77 Euro. Das entspricht einer Preisreduzierung von 61 Prozent gegenüber dem regulären Verkaufspreis. Damit unterbietet Aldi sogar Lidl, das in der Vorwoche mit einer 60-Prozent-Aktion für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Der Schritt zeigt, wie hart umkämpft das Schokoladenregal derzeit ist.
Auch Lidl und Rossmann ziehen nach

Lidl setzt in dieser Woche auf eine andere Milka-Produktlinie. Die Pralinen „I love Milka Pralines“ sind ab Montag für 1,55 Euro erhältlich statt zuvor 3,49 Euro. Kunden, die Lidl Plus nutzen, können den Preis zusätzlich um 0,16 Euro senken.
Rossmann verfolgt eine eigene Strategie und reduziert den Preis für den 90-Gramm-Milka-Riegel von 1,99 auf 1,11 Euro. Damit bleibt auch die Drogeriekette Teil des zunehmenden Preisdrucks auf den Hersteller.
Warum die Rabatte so hoch ausfallen
Rabattaktionen vor Weihnachten sind im Einzelhandel nichts Ungewöhnliches. In diesem Jahr fallen sie jedoch besonders aggressiv aus. Ein Grund liegt in der angespannten Lage rund um die Marke Milka selbst, die zuletzt verstärkt in der Kritik stand.
Verbraucher reagierten verärgert auf steigende Preise bei gleichzeitig geringerem Inhalt. Der klassische Riegel verteuerte sich von 1,49 auf 1,99 Euro, während das Gewicht von 100 auf 90 Gramm sank. Diese Form der sogenannten Shrinkflation hat dem Markenimage spürbar geschadet.
Sinkende Absatzmengen trotz höherer Gewinne

Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen wider. Laut WirtschaftsWoche gingen die Verkaufszahlen des Mondelez-Konzerns in Europa im dritten Quartal 2025 um 7,5 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg der Gewinn um 10,6 Prozent, was vor allem auf höhere Preise pro Produkt zurückzuführen ist.
Zusätzliche Kritik folgte im Sommer: Die Verbraucherorganisation Foodwatch verlieh Milka im Juli den Negativpreis „Goldener Windbeutel“. Die Sorte „Alpenmilch“ wurde dabei als die irreführendste Werbeaussage des Jahres bezeichnet.
Vorteil für Kunden, Signal für den Markt
Für Käufer kommt der Preiskampf zur richtigen Zeit. Die aktuellen Angebote machen Milka-Produkte deutlich günstiger als noch vor wenigen Wochen. Für den Handel geht es dabei nicht nur um kurzfristige Umsätze, sondern um Marktanteile und Vertrauen. Für den Hersteller hingegen wird der Druck größer, Preisstrategie und Produktgestaltung neu zu überdenken.
Wer rund um den Jahreswechsel einkaufen möchte, findet in unserem Überblick zu den Öffnungszeiten von Aldi, Rewe, Lidl & Co. an Silvester 2025/2026 alle wichtigen Informationen.

