Forscher der University of Massachusetts Amherst haben einen Impfstoff der neuen Generation entwickelt, der beeindruckende Ergebnisse im Kampf gegen aggressive Krebsarten bei Mäusen zeigt, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf newatlas.com. Mithilfe von Nanopartikeln mit doppelter Wirkweise trainiert der Impfstoff das Immunsystem, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören, wodurch die Tumorentwicklung verhindert wird. Tests zeigten Wirksamkeit gegen Melanom, Bauchspeicheldrüsenkrebs und triple-negativen Brustkrebs (TNBC).

Der Impfstoff vereint zwei immunmodulierende Adjuvantien in einem winzigen Lipidnanopartikel, der gleichzeitig das angeborene und das adaptive Immunsystem aktiviert. Das angeborene Immunsystem reagiert schnell und bietet die erste Schutzebene, während das adaptive Immunsystem eine langanhaltende und spezifische Antwort aufbaut und T- und B-Zellen darin trainiert, konkrete Bedrohungen zu erkennen.
Die Mäuse wurden subkutan nach einem Prime-Boost-Boost-Schema an den Tagen 0, 14 und 35 geimpft. Die Forscher verwendeten entweder spezifische Tumorpeptide oder ganze Zelllysate, um echte Tumore zu imitieren. Wichtig ist, dass die Nanopartikel effektiv die Lymphknoten erreichten, wo die Schlüsselzellen des Immunsystems aktiviert werden, und eine T- und B-Zell-Antwort auslösten.
Die doppelten Adjuvans-Nanopartikel erzeugten eine starke Immunreaktion, führten zu einer hohen Überlebensrate der Mäuse und einer signifikanten Verringerung des Tumorwachstums. Dieser Ansatz eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung universeller Impfstoffe gegen schwer behandelbare Krebsformen. In Zukunft könnten solche Impfstoffe eine wirksame Methode zur Prävention und Unterstützung der Therapie für Patienten mit aggressiven Krebserkrankungen werden.

