Buntes Herbstlaub sorgt für Stimmung, kann aber im Garten und auf Wegen Probleme verursachen. Auf dem Rasen fördert es Pilzbefall, auf Gehwegen erhöht es die Rutschgefahr, berichtet osteopathisch-leben.de unter Berufung auf t-online. Deshalb muss Laub regelmäßig entfernt werden. Viele Menschen entscheiden sich jedoch für das Verbrennen oder werfen große Mengen in den Müll – beides ist in vielen Fällen verboten und umweltschädlich.
Warum das Verbrennen von Laub verboten ist

Das Verbrennen von Laub ist in Deutschland weitgehend untersagt. Beim Feuer entstehen Feinstaub, Rauch und Schadstoffe, die der Gesundheit und Umwelt schaden. Zudem können in Laubhaufen Tiere wie Igel oder Insekten versteckt sein, die im Feuer sterben würden. Die gesetzlichen Grundlagen basieren unter anderem auf dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und den Immissionsschutzgesetzen der Länder. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 150 Euro geahndet werden.
Ausnahmen (je nach Bundesland):
- Bayern: Nur Forstbetriebe unter bestimmten Bedingungen, nicht Privathaushalte.
- Mecklenburg-Vorpommern: Unter Auflagen im April und Oktober für kurze Zeit erlaubt.
- Nordrhein-Westfalen: Nur in seltenen Ausnahmefällen.
- Thüringen: Grundsätzlich verboten; Ausnahmen bei Schädlingsbefall und mit Genehmigung.
Auch das Mitverbrennen in Feuerschalen oder Terrassenöfen ist nicht erlaubt. Zulässig ist lediglich ein kleines Holzfeuer aus trockenem, unbehandeltem Holz.
Warum der Müllcontainer nicht immer eine Lösung ist

Laub zersetzt sich sehr langsam – bis zu zwei Jahre. Für Biotonnen und Kompostwerke ist das oft problematisch. Große oder nasse Laubmengen können dazu führen, dass die Müllabfuhr die Leerung verweigert. Wer viel Laub hat, sollte spezielle Laubsäcke oder Sondercontainer der kommunalen Entsorgung nutzen.
Wie sich Laub sinnvoll wiederverwenden lässt
Laub ist kein Müll, sondern ein wertvoller Rohstoff. Es enthält Mineralien, Stickstoff und Phosphate, die den Boden verbessern. Statt es wegzuwerfen, kann man es nutzen:
Sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten:
- Auf Beeten liegen lassen: Schützt Wurzeln vor Frost, hält Feuchtigkeit im Boden und liefert nach und nach Nährstoffe.
- Laubhaufen für Tiere: Ein kleiner Haufen bietet Igeln und Insekten ein Winterquartier. Entfernen erst im Frühjahr.
- Kompostieren: Laub mit Zweigen, Küchenabfällen und reifem Kompost mischen („Lasagne-Methode“). Kompostwürmer beschleunigen den Prozess.
Wann Laub schädlich sein kann
Auf dem Rasen bildet Laub eine dichte Schicht, die Licht blockiert und die Grasnarbe schwächt. Auch Pilzbefall tritt häufiger auf. Deshalb sollte es regelmäßig vom Rasen und von Gehwegen entfernt werden. Saubere Wege erhöhen zudem die Sicherheit und machen den Eindruck, dass das Grundstück bewohnt ist. In der Regel reicht es, alle zwei bis drei Tage zu fegen.
Immer mehr zeigt sich, dass Veränderungen in der Umwelt auch das Verhalten vieler Tierarten beeinflussen, wie am Beispiel der Rotkehlchen deutlich wird.

